Tricia Tuttle bleibt – vorerst: Vom Triumph zum möglichen Totalschaden

Das Vorgehen von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer stellt die Berlinale-Leiterin Tricia Tuttle auf eine Weise in Frage, die dem Festival und der gesamten deutschen Filmbranche großen Schaden zuzufügen droht Es hätte so schön sein können: Nach 22 Jahren gewinnt zum ersten Mal wieder ein deutscher Film den Goldenen Bären auf der Berlinale . In anderen Jahren wäre der/die aktuelle Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Anschluss damit beschäftigt gewesen, diesen Erfolg für sich zu reklamieren, den Stolz aufs nationale Kino zu pflegen und die Berlinale als das beste Festival der Welt zu preisen. Wolfram Weimer dagegen hat binnen weniger Tage nicht nur den Erfolg vergessen lassen, er hat dem Internationalen Filmfestival Berlin den wohl größten Schaden seines 76-jährigen Bestehens zugefügt und im Grunde den deutschen Kulturbetrieb mit seinem nie reibungsfreien, aber deshalb auch produktiven Zusammenspiel aus Meinungsfreihe Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .