Im letzten verbliebenen Vorwurf rund um die Verfahren Casinos/Ibiza hat die WKStA nun den Strafantrag an den Glücksspielkonzern Novomatic zugestellt. Beschuldigte sind, wie der KURIER berichtete, der frühere Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache , Ex-Novomatic-Chef Harald Neumann , Novomatic-Gründer und Eigentümer Johann F. Graf . Fast sieben Jahre lang wurde ermittelt, der Vorwurf lautet auf Vorteilsannahme und Vorteilszuwendung zur Beeinflussung. Weisung an WKStA Die WKStA wollte auch dieses Verfahren einstellen, musste aber 2024 aufgrund einer Weisung des Justizministeriums unter der grünen Ministerin Alma Zadic weiter ermitteln. Der Vorwurf lautet, Novomatic habe den ehemaligen FPÖ-Bezirksrat Peter Sidlo zum Job als Finanzvorstand der teilstaatlichen Casinos Austria AG gemacht und im Gegenzug auf Lizenzen gehofft. Die neuen Konzessionen sind bis heute vom Finanzministerium nicht ausgeschrieben. Es sei nicht nachvollziehbar, auf Basis welcher neuen Erkenntnisse nun ein Strafantrag eingebracht wurde, erklärte ein Novomatic dazu. Weder hätten zusätzliche Einvernahmen stattgefunden noch gebe es neue Beweismittel, die diese gegenteilige Entscheidung erklären. Novomatic-Sprecherin Alexandra Lindlbauer: „Novomatic hat sämtliche Vorwürfe von Beginn an entschieden als unwahr zurückgewiesen. Von den ursprünglich zahlreichen Anschuldigungen haben sich im Zuge des Ermittlungsverfahrens bereits alle, bis auf diesen letzten Vorwurf, als unbegründet erwiesen und führten zu rechtskräftigen Einstellungen. Wir sind daher überzeugt, dass sich auch dieser letzte verbleibende Vorwurf ebenso als haltlos erweisen wird und begrüßen daher die Klärung durch ein unabhängiges Gericht.“