Ein Fall von falscher Medikamentendosierung in der Schweiz versetzte die Eltern eines vier Monate alten Babys in Schrecken. Auf dem Dosierungszettel war versehentlich die siebenfache Menge angegeben. Nur dank genauer Überprüfung fiel ihnen der Berechnungsfehler rechtzeitig auf. Wie das Nachrichtenportal 20 Minuten berichtet, wurde dem Kind eine Antibiotikum-Prophylaxe verschrieben. Dabei handelt es sich um eine vorbeugende Einnahme, um eine Infektion zu verhindern, bevor sie entsteht. Säugling wurde 7-fache Medikamentendosis verschrieben Auf dem Etikett stand: "Morgens und abends (alle 12 Stunden) 7 ml einnehmen." Den Eltern erschien diese Menge im Vergleich zu einem früheren Medikament ungewöhnlich hoch. Daraufhin kontaktierten sie ihren Kinderarzt , der für einen Säugling mit einem Gewicht von 6,5 Kilogramm eine korrekte Dosis von 0,9 ml berechnete. Die von der Apotheke notierte Menge von 7 ml entspricht somit nahezu der siebenfachen Dosis. Der Kinderarzt soll den Fehler als "schwerwiegend" bezeichnet haben und sei "total schockiert" gewesen. Die besorgte 29-jährige Mutter erklärte gegenüber 20 Minuten : " Hätten wir den Unterschied nicht bemerkt, hätten wir unser Baby überdosiert." Mit ihrer Geschichte möchten die Eltern andere Familien sensibilisieren, Dosierungsangaben bei Medikamenten stets kritisch zu prüfen. Was passiert bei einer Überdosierung von Antibiotika? Laut der österreichischen Vergiftungsinformationszentrale können je nach Antibiotikum unter anderem folgende Symptome bei einer Überdosierung auftreten: Durchfall Bauchschmerzen Hautausschläge Mit schweren Vergiftungserscheinungen sei nicht zu rechnen, erklärt die Schweizer Toxikologin Colette Degrandi gegenüber 20 Minuten . Apotheke räumt "Berechnungsfehler" ein Wie das Onlineportal weiter berichtet, habe sich der betroffene Apotheker gegenüber den Eltern entschuldigt und den Vorfall auf einen Berechnungsfehler zurückgeführt. Intern seien bereits Maßnahmen ergriffen worden, um ähnliche Fehler künftig zu vermeiden.