FPÖ: „Doskozil hat Öffentlichkeit hinters Licht geführt“

Dass der Regierungskommissär des Landes immer noch in der Wohnbaugesellschaft „Neue Eisenstädter“ (Nebau) sitzt, empört die Freiheitlichen. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil habe „die Öffentlichkeit klar hinters Licht geführt“, so der blaue Klubchef Christian Ries am Freitag. Der KURIER berichtete gestern, dass der Kommissär noch aktiv ist, obwohl das Land am 23. Dezember 2025 versicherte, es habe nach Übernahme der Nebau „den eingesetzten Regierungskommissär abberufen“. Am Donnerstag erklärte ein Doskozil-Sprecher den Verbleib des Kommissärs mit anhängigen Verfahren vor dem Landesverwaltungsgericht und „komplexen Verträgen“, die es nach der Übernahme der Nebau umzusetzen gelte. Für Ries ist die Erklärung „kreativ, aber nicht haltbar“. Aus Sicht der FPÖ sei „offensichtlich“, dass der Kommissär im Unternehmen bleiben solle, „bis Doskozil ein eigenes Netzwerk von Vertrauten installiert hat, um die Wohnbaugenossenschaft endgültig und faktisch unter Kontrolle des Landes zu bringen“. Danach, so vermutet Ries, „werden wohl einige ihr Binkerl packen können“ – sprich: ihren Job verlieren. Für den FPÖ-Klubobmann „verdichten sich die Hinweise“, dass der von der SPÖ forcierte U-Ausschuss zur Nebau ursprünglich vor allem „als politisches Druckmittel eingesetzt“ worden sei. Daniel Jägerbauer hat genug Unter Druck gesetzt fühlt sich auch Daniel Jägerbauer: Er legt „mit sofortiger Wirkung“ die Funktion als Landesparteisekretär zurück und verlässt die Politik im Burgenland. Er habe es satt, dass in Medien dauernd spekuliert werde, nach welchen Funktionen er „angeblich strebe“. Aktuell ist er Ersatzbundesrat. Jägerbauer will sich ganz seiner beruflichen Tätigkeit als Referent von Nationalratsabgeordnetem Alexander Petschnig widmen.