Konsequenter Schutz: 24 Kilometer Zaun, 146 Helfer, 44.400 Tiere

Die Amphibienschutz-Saison im Burgenland ist in vollem Gange. Entlang von 33 betreuten Amphibienstrecken werden temporäre Schutzzäune errichtet, Kübel eingegraben und täglich kontrolliert. Ziel ist es, Frösche, Kröten, Molche und Salamander auf ihrem Weg zu den Laichgewässern vor dem Straßentod zu bewahren. Im Vorjahr waren 146 Freiwillige im Einsatz, darunter 46 ehrenamtliche Naturschutzorgane. Durch die Zusammenarbeit mit den Straßenmeistereien konnten rund 44.400 Amphibien sicher über die Straßen gebracht werden. Rund 20.000 Euro aus dem Naturschutz-Budget fließen in die Koordination durch den Verein der burgenländischen Naturschutzorgane (VBNO). Die Straßenverwaltung trägt mit einem jährlichen Projektvolumen von über 200.000 Euro sowie täglichen Kontrollfahrten die operative Hauptlast. Insgesamt werden landesweit rund 24 Kilometer Schutzzäune auf- und abgebaut sowie gewartet. An Werktagen leisten die Teams der Straßenbauabteilung rund 24 Mannstunden pro Tag, um die Sammelbehälter zu entleeren und die Wanderbewegungen zu protokollieren. Seit 2021 wird die Amphibienschutzaktion als Projekt des Landschaftspflegefonds geführt. Mit den ersten milden und regnerischen Nächten beginnt die Wanderung, die in der Regel bis April oder Anfang Mai dauert. Landeshauptmann-Stellvertreterin und Naturschutzlandesrätin Anja Haider-Wallner spricht von einem „Musterbeispiel für greifbaren Artenschutz“. Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner betont die „gelebte Zusammenarbeit zwischen Infrastruktur und Naturschutz“.