Ausgerechnet das Prunkstück der US-Marine, die USS Gerald R. Ford , mit 337 Metern das größte jemals gebaute Kriegsschiff , hat ein „Toilettenproblem“. Der Großteil der 650 Toiletten an Bord sei nicht mehr benutzbar, Wartezeiten von 45 Minuten pro Klobesuch seien üblich, klagen anonyme Besatzungsmitglieder in US-Medien. „Auf einem Schiff dieser Größe, mit mehr als 4.000 Matrosen an Bord, sind Verstopfungen eben unvermeidbar“, erklärte der zuständige Kommandant David Skaroski in einer Aussendung der Marine. Der Kapitän lobte zugleich die „Widerstandsfähigkeit und anhaltende Moral“ seiner Besatzung. Großaufgebot mit 16 Schiffen und 120 Kampfjets Tatsächlich ist das Personal der Gerald R. Ford seit Wochen im Dauereinsatz. Als modernster Flugzeugträger der U. S. Navy war das Schiff Anfang Jänner essenziell für die „Operation Absolute Resolve“ , bei der US-Spezialeinheiten den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro aus seinem Palast in Caracas entführten. Das Schiff blieb in der Karibik , bis US-Präsident Donald Trump der Besatzung vor gut zwei Wochen befahl, direkt weiter bis vor die Küste des Irans zu segeln. Dort kommt die „Ford“ demnächst an – mit leichter Verzögerung aufgrund des Versuchs, das Toilettenproblem im Hafen Kretas zu beheben. Mit der Ankunft der Gerald R. Ford und der dazugehörigen Trägerkampfgruppe – also Begleitschiffen – hat die US-Armada im Persischen Golf historische Ausmaße angenommen: Elf große Überwasserkampfschiffe (Kreuzer und Zerstörer) sowie drei kleinere (Fregatten und Korvetten) und mit der USS Abraham Lincoln ein weiterer Flugzeugträger inklusive Kampfgruppe. Laut dem Washingtoner Thinktank CSIS (Center for Strategic International Studies) beherbergen alleine die beiden Flugzeugträger ca. 120 Kampfjets, darunter mindestens 30 F-35. Es ist das größte Marineaufgebot der USA im Nahen Osten seit der Irak-Invasion 2003 , als die U. S. Army mit fast 200.000 Soldaten einfiel und bis 2011 im Land blieb. Laut CSIS-Angaben ist mehr als ein Drittel aller US-Marineschiffe, die gerade nicht umgebaut oder repariert werden, vor der Küste des Iran im Einsatz. Zudem werden weitere Kampfflugzeuge gerade im großen Stil in US-Basen im Nahen Osten und Europa verlegt. Das Aufgebot ist noch einmal deutlich größer als im Juni 2025, als die USA zuletzt mehrere unterirdische Atomanlagen im Iran bombardierten. Was also könnte diese Armada anrichten? Nur „begrenzte Schläge“ gegen den Iran Laut dem CSIS-Bericht wären die USA mit dem derzeitigen Aufgebot zwar in der Lage, „50 bis 100 Tomahawk-Marschflugkörper und andere Langstreckenraketen“ auf Ziele im Iran abzufeuern, etwa auf Einrichtungen der Revolutionsgarden oder erneut auf Atomanlagen. Mehr als „begrenzte Schläge“ wären das aber nicht – und die Feuerkraft dürfte wohl nicht ausreichen, um einen Regimewechsel zu erzwingen. Auch eine Bodenoffensive ist ausgeschlossen, schließlich sind keine Transportschiffe vor Ort, die Bodentruppen oder Spezialeinheiten beherbergen könnten. Letztlich, so schließt die Analyse, seien aufgrund der Stärke des Irans nach wie vor „nicht genug Kräfte für eine mehrwöchige, anhaltende Offensive“ zusammengetragen. Dazu bräuchte es weitere, logistische Unterstützung, was Wochen dauern dürfte.