Reaktionen auf Iran-Angriff: Kongress kritisiert Trump, Europäer vorsichtig

International wird der Angriff der amerikanischen und israelischen Streitkräfte auf den Iran mit Sorge beobachtet. Die westlichen Partner dürften zwar informiert gewesen sein, aber nur sehr kurzfristig. Deutschland etwa sei von Israel vorab über die Angriffe benachrichtigt worden, erklärte ein Sprecher. Kanzler Friedrich Merz „verfolge die Entwicklung aufmerksam und stehe in engem Kontakt mit den europäischen Partnern“. In der Erklärung wurde weder Unterstützung noch Ablehnung der Angriffe zum Ausdruck gebracht, ebenso wenig wird erwähnt, ob Washington Berlin informiert hat. Merz wird nächste Woche in Washington mit Trump zusammentreffen. EU-Kommissionpräsidentin Ursula von der Leyen nannte die "Entwicklungen im Iran" hingegen "besorgniserregend“. Sie rief "alle Parteien" zu "maximaler Zurückhaltung" und zum Schutz von Zivilisten und des Internationalen Rechts auf. Offene Kritik ist das nicht, aber immerhin eine Mahnung. Auch EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas gab sich hingegen sehr zurückhaltend. "Ich habe mit Israels Außenminister Saar und anderen Ministern der Region gesprochen. Die EU koordiniert sich zudem eng mit ihren arabischen Partnern, um diplomatische Wege auszuloten", schrieb sie auf X. Ähnlich auch die Wortmeldungen der anderen Europäer. Großbritannien pochte auf weitere Bemühungen um Verhandlungen, Norwegen warnte vor einem Flächenbrand. Verurteilt hat den Angriff allerdings niemand. Kritik der Demokraten Eindeutige Worte kamen hingegen von US- Demokraten . Sie kritisierten, dass der Kongress vor den Angriffen nicht informiert wurde, wie es nach internationalem Recht eigentlich hätte passieren müssen. Senator Jack Reed sagte, es habe keine "echten Briefings oder Geheimdienstinformationen" gegeben. Es sei "schwer, Maßnahmen ohne Begründung zu rechtfertigen". Innerhalb der Partei gibt es aber Pro-Stimmen: Der Demokrat John Fetterman begrüßte laut CNN die Angriffe. Aus Russland kam hingegen klare Ablehnung des Angriffs – Moskau ist einer der engsten Verbündeten des Iran. Der stellvertretende Vorsitzender des Sicherheitsrates, Dmitrij Medwedew , sagte: "Der Friedensstifter hat wieder einmal sein Gesicht gezeigt. Alle Verhandlungen mit dem Iran sind eine Tarnoperation. Niemand hat daran gezweifelt. Niemand wollte wirklich über irgendetwas verhandeln." Zugleich machte er deutlich, dass er dem Iran ein längeres Durchhalten gegen die US-Angriffe zutraue.