Nach Schuss auf Hirsch: Polizei greift bei Jäger hart durch

Ein 59-jähriger Jäger aus dem Bezirk Gmunden ist am Wochenende wegen schweren Eingriffs in das Jagd- und Fischereirecht angezeigt worden, wie die APA berichtet. Außerdem wurde gegen ihn ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen, teilte die Polizei mit. Der Mann hatte in der Schonzeit auf seinem eigenen Grundstück, aber in fremdem Jagdgebiet, einen rund sechsjährigen Hirsch erschossen. Der Mann hatte am Samstag gegen 0.15 Uhr mit einem 26-jährigen Verwandten nach Rotwild Ausschau gehalten, weil auf dem Grundstück gelagerte Siloballen und errichtete Zäune mehrmals beschädigt worden waren. Als der Hirsch dort auftauchte, schoss der 59-Jährige auf das Wild. Nachbar hörte Schuss und rief die Polizei Ein Nachbar, der den Schuss gehört hatte, fand das tote Tier und die beiden Männer. Er verständigte die Polizei. Der 59-Jährige hat eine gültige Jagdkarte mit Ausgehgenehmigung - allerdings in einem anderen Bezirk. Jagdwaffen wurden sichergestellt Bei einer Hausdurchsuchung wurden insgesamt acht legal besessene Jagdgewehre, zwei Schalldämpfer, ein selbst gebauter Schalldämpfer und Munition in verschiedenen Kalibern vorgefunden. Sie waren teilweise in unversperrten Räumlichkeiten oder frei zugänglich und wurden sichergestellt. Durch das erlegte Rotwild entstand der Jagdgesellschaft ein Schaden in der Höhe von über 4.000 Euro, hieß es im Bericht der Polizei.