Beim Feldzug im Osten stehen nach dem 22. Juni 1941 die Kirchen mit ihren Militärseelsorgern nicht abseits. Anti-Bolschewismus und Burgfrieden mit dem NS-Regime haben den Segen des Papstes und sind zuverlässige Wegweiser Es fehlt nicht an Botschaften der Loyalität, mit denen sich die Kirchen in Deutschland noch 1933 dem NS-System andienen. Am 3. Juni verkünden die katholischen Bischöfe, ohne dass ein Würdenträger ausschert, man wolle „dem Staat auf keinen Fall die Kräfte der Kirche entziehen“. Die Katholiken wüssten „die Betonung der Autorität“ im neuen Staatswesen zu würdigen, erblicke man doch „in jeder menschlichen Obrigkeit einen Abglanz der göttlichen Herrschaft“. Adolf Hitler wird nicht heiliggesprochen, aber es fehlt nicht viel. Mit dem Konkordat vom 20. Juli 1933 zwischen dem Vatikan und dem Deutschen Reich legitimiert Papst Pius XI. den Konformismus seiner deutschen Hirten ausdrücklich. Der Vertrag garantiert Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .