Dominic Hackl weiß sofort, was wichtig ist: Auf dem Eis, wenn seine Vienna Capitals in schwierigen Situationen bestehen müssen und auch im Gespräch vor dem ersten Spiel der Pre-Play-offs gegen Fehervar. Gegen die Ungarn geht es für die Wiener in einer Best-of-three-Serie um einen Platz im Viertelfinale. Bully ist um 19.15 Uhr. „Wir haben acht der letzten elf Spiele im Grunddurchgang gewonnen“, betont der 29-jährige Verteidiger. „Es ist relativ egal, ob wir im September ein Spiel gewonnen haben oder nicht. Unsere Form stimmt jetzt und es geht in die richtige Richtung zum richtigen Zeitpunkt.“ Hätten die Capitals aber nicht den schwachen September und Oktober gehabt, wären sie klar ein Top-6-Team geworden. Doch die sportlichen Schwierigkeiten haben die Wiener auch zusammengeschweißt. Am Sonntag schlossen sie den Grunddurchgang mit einem 3:2-n. V.-Erfolg in Klagenfurt ab – der erste Sieg beim Rekordmeister seit fast vier Jahren. „Im Endeffekt wäre es schöner, wenn wir weiter oben wären und uns das Pre-Play-off erspart hätten. Aber es hat nicht sein sollen“, sagt Hackl, der auch die vielen verletzungsbedingten Ausfälle anspricht. Die neue Struktur Und dann war da noch der Trainerwechsel im Oktober von Gerry Fleming zu Kevin Constantine . Der Amerikaner habe der Mannschaft ein System verpasst, in dem mehr Kreativität möglich sei. „Jeder weiß, wo der Mitspieler sein wird. Das gibt unserem Spiel eine gute Struktur. Nichts gegen unseren alten Coach, der hatte auch seine Systeme, aber es hat zu diesem Zeitpunkt einfach nicht gepasst“, sagt Hackl. Derzeit machen die Capitals Spaß: den Zuschauern und sich selbst auch. Vergangene Woche kamen zu den Spielen gegen Graz und Fehervar 14.000 in die Steffl-Arena . Hackl schätzt sich glücklich: „Es ist für uns Spieler megacool, dass wir so gute Fans haben. Da macht es einfach mehr Spaß, als wenn man vor 3.000 Zuschauern spielt.“ Der Zuschauerschnitt war in dieser Saison mit 5.128 der höchste in der 25-jährigen Klubgeschichte. Erstmals zum Einsatz können am Mittwoch Kevin Macierzynski und Ramon Schnetzer kommen, die von Vorarlberg geholt wurden. Mit drei Siegen in den vier Saisonduellen und der aktuellen Formkurve spielten sich die Capitals in die Favoritenrolle gegen Fehervar. Im Vorjahr waren die Capitals gegen Fehervar im Pre-Play-off ausgeschieden. In der zweiten Pre-Play-off-Serie trifft Villach auf Linz . Beide Teams gewannen je zwei Duelle.