Brechtfestival | „Hamletmaschine“ beim Brechtfestival: Der Mensch als Restgröße seines Systems

In Augsburg inszeniert Lilli-Hannah Hoepner Heiner Müllers „Hamletmaschine“ und hinterfragt die Rolle des Menschen im System. Doch gelingt es der Inszenierung, die radikale Kritik Müllers an der gesellschaftlichen Ordnung freizulegen? Unter der neuen Leitung von Sahar Rahimi und Mark Schröppel sucht das Brechtfestival Augsburg 2026 unter dem programmatischen Titel „Alle“ nach Öffnung und Diversität . In diesem Rahmen wirkt die Entscheidung, Heiner Müllers Hamletmaschine zu zeigen, nur konsequent – ein Text, der den Kanon als politisches Schlachtfeld begreift und ihn damit für eben alle öffnen kann. An diesem Abend wird jedoch sichtbar, wie schwer sich eine Inszenierung damit tun kann, diese Radikalität freizulegen. Die 1977 verfasste Hamletmaschine bot Müller die Gelegenheit, Staatskritik an der DDR, insbesondere hinsichtlich ihrer Intellektuellen, in Form einer lustvollen Kanonzerpflügung zu formulieren. Gerade für das Theater liegt darin subversives Pot Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .