Nach der Eskalation im Nahen Osten sitzen tausende Menschen in der Region fest. Besonders problematisch ist die Sperre des Luftraums in Dubai , das Emirat ist eines der wichtigsten Drehkreuze für den weltweiten Luftverkehr. Gestrandet ist in Dubai auch das Ehepaar Silvia und Christian K. , die am vergangenen Freitag ankamen. Die Reise war ein Geschenk für seine Frau zum 60. Geburtstag, wie das Paar im KURIER-Gespräch schildert. Nur rund 24 Stunden nach ihrer Landung begann der amerikanisch-israelische Angriff auf den Iran. Seither gibt es in Dubai immer wieder hörbare Explosionen von abgeschossenen Drohnen und Trümmerteilen, die Gebäude treffen, wie sie schildern. Die ersten Explosionen hörte das Paar Samstagnachmittag: "Wir bekamen eine Warnung über das Handy und wurden in der Nacht in den Keller des Hotels gebracht", erzählen sie. Hörbare Abschüsse habe es auch am folgenden Sonntagmorgen gegeben. Was es zu diesem Zeitpunkt aber immer noch nicht gab: Information seitens der österreichischen Behörden, wie sie beklagen, auch danach seien Informationen nur schleppend und unzureichend gewesen. "Haben Angst, dass noch etwas passiert" So auch eine E-Mail am Montag über Busreisen ab Abu Dhabi - wohin, wusste jedoch niemand. "Man sollte selbstständig schauen, wie man nach Abu Dhabi kommt und vom Zielort - wo immer der auch sein wird - individuell Flüge buchen. Das ärgert uns. Von dort Flieger zu organisieren wäre das Mindeste." Die wenigen regulären Flieger, die es von anderen Flughäfen gibt, seien alle voll, daher habe man Angst, erst recht wieder zu stranden: "Wir haben Angst , dass noch etwas passiert und wer weiß, wie lange wir dann festsitzen." Wir haben Angst, dass noch etwas passiert und wer weiß, wie lange wir dann festsitzen. Silvia und Christian K. / gestrandetes Ehepaar Auf ihren eigentlich gebuchten Rückflug am Samstag, den 7. März, will das Paar nicht warten, sofern dieser überhaupt stattfinden wird. Auch aus Sorge, dass die Kampfhandlungen länger andauern könnten, "wollen wir so schnell wie möglich raus." Andrang auf Rückholflüge Das Paar hofft nun, einen Platz bei den inzwischen angelaufenen Rückholflügen des Wiener Außenministeriums zu bekommen. Für die Flieger am Donnerstag aus Maskat im Oman mit 180 Plätzen sind die beiden angemeldet. Dass es allein für diesen Flug 1.000 Anmeldungen geben soll, kann das Außenministerium auf KURIER-Anfrage nicht bestätigen. Ein weiterer Flieger mit 300 Plätzen soll ebenfalls am Donnerstag aus Riad (Saudi-Arabien) starten. Wer mit darf, soll am Donnerstagmorgen feststehen. Die Passagierliste wird laut Ministerium noch erstellt und das in verschiedenen Städten, aus denen die Gestrandeten anreisen. "Die Logistik ist hochkomplex", so ein Sprecher. Plätze bekommen zuerst jene, die besonders schutzbedürftig sind. Wie das Paar in Dubai erzählt, sei für sie diese Eskalation nicht absehbar gewesen, obwohl man sich vor weiteren Reisen immer informiere und registriere: "Derartige Dimensionen, dass auch andere Länder hineingezogen werden, damit haben wir nicht gerechnet." Dass die Hercules-Maschinen des Bundesheeres nicht einsatzfähig sind, bringt bei den beiden das Fass zum Überlaufen: "Man muss als Land dahinter sein, alle rauszuholen. Das Krisenmanagement ist sowas von schief gelaufen. Es ist immer ein Reagieren im Nachhinein und Abwarten, was die anderen machen. Typisch österreichisch."