Die Halbwertszeit von Wissen liegt irgendwo zwischen wenigen Monaten und wenigen Jahren. Heißt: Je nach Wissensgebiet ist die Hälfte des Wissens nach ein paar Monaten bis zu maximal vier Jahren veraltet oder falsch. Eine drastische Wahrheit in Bezug auf Wissen und Know-how – mit geringeren Auswirkungen auf den Wissenserwerb, als man befürchten könnte. Denn es ist natürlich nicht sinnlos, sich Wissen anzueignen, gescheiter zu werden und mehr zu können. Denn auch, wenn Wissen früher oder später veraltet oder obsolet wird, schöpft man als denkender, begreifender Mensch genau aus diesen Zusammenhängen und Entwicklungen neue Erkenntnisse. Man könnte es sogar noch weiter spinnen: Erweist sich etwas zu einem Fehler oder einer Fehlannahme, lernt man vielleicht sogar am allermeisten für die Zukunft daraus. Hinzu kommt, dass man den Wissenserwerb ja auch lernen muss und es eine fundierte Basis in einem Fach braucht, um nach und nach weiter darauf aufzubauen. Entscheiden sich junge Menschen für „ keine Ausbildung “, kann das fallweise und ausnahmsweise im späteren Berufsleben gut gehen (siehe aktuelle Story hier) . Für die absolute Mehrheit gilt aber nach wie vor: Eine solide, gute, fundierte Ausbildung durch Lehre, Schule oder Studium ist eine wichtige Basis für die Karriere.