Der Rapid-Plan gegen Salzburg: Mit Offensive, aber ohne Fanblock

Wie vor knapp einem Jahr läuft Rapid wieder vor einem gesperrten Fanblock gegen Salzburg ein. Damals gab es zum Start in die Meistergruppe vor nur 11.680 Fans anfangs gute Stimmung mit „englischem Support“ : Offensivbemühungen wurden von der Haupttribüne beklatscht, gewonnene Tacklings gefeiert und umstrittene Pfiffe des Schiedsrichters ausgebuht. Doch mit den Toren der Bullen wurde es immer ruhiger, beim 0:2 war nur noch der spärlich besetzte Salzburg-Block zu hören. Für das Entscheidungsspiel um die Top 6 gegen den Tabellenführer hofft Trainer Johannes Hoff Thorup , dass nicht nur um 17 Uhr, sondern auch zwei Stunden später noch die 14.000 Rapid-Fans (es gibt noch wenige Restkarten) zu hören sind. „Ein fünfjähriges Kind oder ein Opa sind genauso wichtige Anhänger wie die organisierten Fans. Wir hören sie, wenn sie auf der Tribüne Wirbel machen, sie helfen uns“, betont der Däne. Blick aufs Training Während der Vorbereitung auf den Showdown erlaubte Hoff Thorup wieder einen KURIER-Lokalaugenschein . Mit der einzigen Einschränkung, taktische Details auszusparen. Auffällig ist, wie wenig sich der 37-Jährige verändert. Der Coach wirkt weiter überzeugt, optimistisch und mit dem Willen zum offensiven Ballbesitzfußball ausgerüstet. Passen, passen, passen! Auch wenn der gegen das Red-Bull-Pressing wichtige (weil wendige) Amane gesperrt und eine Stammkraft angeschlagen ist, lässt Hoff Thorup Lösungen mit Ball und zahlreichen Offensivspielern trainieren. Immer wieder fordert er schnelle Bewegungen und flache Pässe ein. Hinten reinstellen und hoffen, dass ein Punkt reicht, weil Altach nicht bei Sturm gewinnt? Keine Option für den Trainer: „Wir wollen mit dem Passspiel Zonen finden, wo wir Salzburg wehtun können. Wir spielen auf Sieg .“ Kandidat Antiste Ob der vom Dänen geschätzte Leihstürmer Antiste nach einem Monat auf der Tribüne aus Sassuolo das Okay bekommt, künftig ohne Kaufpflicht für Rapid einlaufen zu dürfen, wird erst eine Stunde vor Spielbeginn bekannt gegeben. „Mit Druck und Freude“ Matthias Seidl erlebt zum dritten Mal in Folge die Zitterpartie in Runde 22 um die Top 6 mit. „Nur weil wir Druck haben, heißt das nicht, dass es keinen Spaß macht.“ Der Kapitän betont: „Wenn wir unter Druck mit Freude aufgetreten sind, haben wir unsere besten Spiele gemacht.“ Es wird wieder so ein Spiel für Rapid nötig sein.