Nach dem 0:1 gegen Norwegen wird es für Österreich nicht besser. In Koper haben die ÖFB-Frauen auch das zweite Spiel der WM-Qualifikation verloren. Das 0:1 gegen Slowenien tut besonders weh. Denn vor der verdienten Pleite im dichten Nebel haben die Österreicherinnen alle Duelle gewonnen. Sieben Spiele, sieben Siege – diese Statistik schreit nach einem Pflichtsieg, auch wenn die Gastgeberinnen größere Schritte nach vorne gemacht haben. Früherer Anpfiff in Koper Bei Österreichs Team geht es hingegen seit einiger Zeit bergab . Das – wegen des Nebels um zwei Stunden früher ausgetragene – 0:1 war ein neuer Tiefpunkt unter Teamchef Alexander Schriebl . Denn während des gesamten Spiels war Slowenien gefährlicher, der Favorit hatte nicht einmal eine Top-Chance. Viele Verletzte, keine Lösung Sind die vielen Verletzungen, teils durch Kreuzbandrisse von Stammspielerinnen, zu viel? Oder gibt es unter Schriebl grundsätzliche Probleme? Bereits in Minute 7 rettete eine umstrittene Abseitsentscheidung beim ersten gefährlichen Angriff des Außenseiters, der zum Start gegen Deutschland mit 0:5 abgeschossen worden war. Nach 21 Minuten passierte es. Naschenweng kam nicht in den Zweikampf, Zara Kramzar konnte volley übernehmen und traf. Eine Reaktion der Österreicherinnen? Es gab genug Ballbesitz, aber keinen Abschluss aufs Tor. Das sollte auch nach der Pause so bleiben. Nur 28 Sekunden nach Wiederbeginn hatte das von der langjährigen St. Pölten-Spielmacherin Zver angeführte Team eine Top-Chance – vorbei. Sogar im Finish blieb die große Offensive aus. Slowenien verteidigte gekonnt den Heimsieg. Nur noch Rang 3 als Ziel Für Österreich sind in den Duellen mit Deutschland keine Punkte zu erwarten. Auch in Norwegen ist man klarer Außenseiter. Es geht wohl nur noch darum, mit einem Heimsieg gegen Slowenien Rang drei zu erkämpfen. Das würden in den anschließenden Play-off-Duellen eine etwas bessere Ausgangslage ermöglichen. Aber ein WM-Ticket ist in dieser Form illusorisch.