Best dressed bei den Oscars: Roter Teppich mit Überraschungen

Als Jodie Foster 1989 ihren Oscar für "Angeklagt" in einem eisblauen, knielangen Kleid entgegennahm, musste sie die schulterfreie Robe auf dem Weg zur Bühne zweimal zurechtzupfen. In Mailand hatte sich die Schauspielerin den nicht besonders gut sitzenden Entwurf spontan in einem Shop gekauft. Julia Roberts spazierte 1990 in einem heute legendären Hosenanzug von Giorgio Armani zu den Globes, den sie sich selbst gekauft hatte, und die Oscar-nominierte Winona Ryder war 1994 in einem weißen Fransenkleid aus einem Secondhand-Geschäft um 10 Dollar auf dem roten Teppich zu sehen. Auftritte, die globale Aufmerksamkeit bringen Diese Zeiten sind lange vorbei. Heute sind die Oscars nicht nur der wichtigste Filmpreis der Welt – sondern auch eine der größten Marketingbühnen von Luxuslabels. Die bekanntesten Stars werden sogar bezahlt, um bestimmte Marken zu tragen. Zwischen 100.000 und 250.000 Dollar soll es laut Stylistin Jessica Paster dafür geben. Gut investiertes Geld für Dior und Co., wenn man weiß, dass der Werbewert mit einem einzigen Auftritt einen zw eistelligen Millionenbereich erzeugen kann. Die Analyseplattform Launchmetrics errechnete, dass die Kleiderschau der Oscars im vergangenen Jahr mehr als 100 Millionen Dollar Media Impact Value (MIV) hatte – eine Kennzahl, die die Werbewirkung von Medienberichten und Social-Media-Postings in Geld umrechnet. Demnach dürften die großen Gewinner dieses Jahr Chanel, Dior und Schiaparelli sein. Von "Best Dressed" bis zu modischen Experimenten Ein Blick auf Kleider der Oscargäste 2026 - mit  Klassikern, die perfekt inszeniert waren ohne viele Highlights auskommen mussten.