Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Tagen eine "begrenzte und gezielte" Bodenoffensive im Süden des Libanon begonnen. Ziel seien Stellungen der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz . Zudem sollten vorgeschobene Posten der israelischen Armee gestärkt werden. Die Times of Israel hatte bereits am Wochenende berichtet, dass israelische Bodentruppen bei Kämpfen im Südlibanon Dutzende Milizionäre der irantreuen Hisbollah getötet hätten. Israel will das gesamte Gebiet südlich des Litani-Flusses einnehmen Israels Verteidigungsministerium hatte den Bericht auf Anfrage bestätigt. Zudem seien Waffenlager, ein Kommandozentrum und Beobachtungsposten der Hisbollah zerstört worden. Die Einsätze am Boden seien "Teil umfassenderer Verteidigungsmaßnahmen", um die Einwohner im angrenzenden Nordisrael zu schützen, hieß es am Montag in der Armeeerklärung. Im Libanon herrscht die Sorge vor einer größeren Bodenoffensive Israels in dem Land. Nach Darstellung des Nachrichtenportals Axios will Israel das gesamte Gebiet südlich des Litani-Flusses einnehmen, um die militärische Infrastruktur der Hisbollah zu zerschlagen. Nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hatte die vom Iran finanzierte Hisbollah den Norden Israels unter Beschuss genommen. Seither nimmt die israelische Armee Ziele im Libanon ins Visier, insbesondere in Gebieten, die als Hisbollah-Hochburgen gelten. Dazu zählen der Süden des Landes, die südlichen Vororte der Hauptstadt Beirut und die ostlibanesische Bekaa-Ebene. Nach jüngsten Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden dabei im Libanon insgesamt 850 Menschen getötet und mehr als 2.100 weitere verletzt.