In Burgschleinitz-Kühnring werden sich keine Windräder drehen. Das hat die Marktgemeinde im Bezirk Horn am Sonntag entschieden. Bei einer Volksbefragung zu einem geplanten Windpark setzten sich die Gegner des Projekts denkbar knapp mit 13 Stimmen Vorsprung durch. Rund drei Viertel der Wahlberechtigten (74,96 Prozent) nahmen an der Abstimmung teil. 410 Personen und damit 49,22 Prozent sprachen sich für drei Windräder zwischen Zogelsdorf und Reinprechtspölla aus. 423 Stimmberechtigte beziehungsweise 50,78 Prozent – und damit die knappe Mehrheit – waren gegen das Projekt. Hoher Widerstand in betroffener Ortschaft In Zogelsdorf war die Beteiligung besonders hoch – und die Ablehnung des Projekts besonders deutlich. Fast 90 Prozent der Wahlberechtigten (97 Personen) beteiligten sich an der Abstimmung. Nur 16 Bewohnerinnen und Bewohner sprachen sich für den Windpark aus, 81 Wahlberechtigte (83,51 Prozent) lehnten die Windräder ab. Er persönlich hätte das Projekt als Beitrag zur Energiewende gesehen, sagt Bürgermeister Andreas Boigenfürst (ÖVP) im Gespräch mit dem KURIER. Das Ergebnis habe er nicht vorhersehen können. Die deutliche Ablehnung in Zogelsdorf überrascht den Kommunalpolitiker allerdings nicht. Es handle sich um eine der direkt betroffenen Ortschaften, in der sich rasch Widerstand formierte. Die Bevölkerung dort sei "von Anfang an negativ eingestellt gewesen". Der Bürgermeister gibt jedoch zu bedenken, dass eine einzelne Ortschaft das Ergebnis nicht hätte kippen können. Ergebnis bindend Im Vorfeld der Abstimmung wurde in einem Gemeinderatsbeschluss festgehalten, dass das Ergebnis bei einer Beteiligung von über 40 Prozent bindend ist. "Selbst mit einer Stimme Unterschied", so Boigenfürst. Die Konsequenz: "Dieses Projekt ist fix gestorben", sagt der Ortschef. "Dieses Projekt ist fix gestorben." Andreas Boigenfürst / Bürgermeister Der Windpark hätte gemeinsam mit dem Verbund umgesetzt werden sollen. Das Unternehmen äußert sich in einer Aussendung zum Ergebnis der Befragung, das "mit Bedauern" zur Kenntnis genommen würde. "Eine große Zukunftschance für die Gemeinde wurde damit vergeben, um einen entscheidenden Baustein für mehr Energieunabhängigkeit, leistbare Preise und wirksamen Klimaschutz zu leisten", so der Verbund.