In England kam es in der letzten Woche zu einem großen Ausbruch von Meningokokken-Erkrankungen . Wie BBC berichtet, wurden nicht nur zahlreiche Schüler und Studenten infiziert, sondern auch zwei Todesfälle gemeldet. 2 Todesfälle durch Meningokokken-Erkrankungen Nachdem mehrere Personen infolge des Ausbruchs einer invasiven Meningokokken-Erkrankung in der Stadt Canterbury und Umgebung schwer erkrankt waren, wurden zudem auch die ersten Todesfälle bekannt. Dem Medienbericht zufolge gab die Queen Elizabeth's Grammar School in Faversham bekannt, dass ein Schüler aus der Oberstufe verstorben ist. Am Sonntag bestätigte die Universität Kent , dass auch bei ihnen ein Student an Meningitis gestorben ist. "Angesichts der sich entwickelnden Lage haben wir beschlossen, dass es in dieser Woche keine Präsenzprüfungen geben wird. Ihre Fakultät wird sich direkt mit Ihnen in Verbindung setzen, um Ihnen weitere Einzelheiten zu alternativen Regelungen mitzuteilen", heißt es in einem Statement der Universität auf Instagram. Elf Personen , die ebenfalls Schüler und Studenten sein sollen, werden zurzeit im Krankenhaus behandelt. Was sind Meningokokken? Meningokokken-Erkrankungen werden von Bakterien namens Neisseria meningitidis hervorgerufen. Diese werden durch Tröpfcheninfektionen wie Niesen, Husten, Küssen, die gemeinsame Nutzung von Gläsern oder das Teilen von Zigaretten verbreitet. Bei einer Ansteckung können zuerst unspezifische Symptome wie Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Fieber und Schwindel kommen. Die Meningokokken-Impfung ist in Österreich ab dem vollendeten 2. Lebensmonat für alle Kinder und Jugendlichen empfohlen. Meningitis als Folge der Infektion Schwere Erkrankungen führen meist zu einer Hirnhautentzündung (Meningitis) oder Blutvergiftung (Meningokokken-Sepsis) . Dabei können auch hier Symptome wie starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, hohes Fieber, Übelkeit und Erbrechen auftreten. Laut dem Österreichischen Sozialministerium endet fast die Hälfte der unbehandelten Meningitisfälle tödlich . Frühzeitige Behandlungen mit Medikamenten sind aber meist erfolgreich. Dadurch, dass sich der Krankheitsverlauf schnell verschlechtert, erfolgt die Behandlung oftmals zu spät. In Österreich kommen Meningokokken der Gruppe B am häufigsten vor. Infektionen mit den Bakterien sind hierzulande meldepflichtig. Ansteckung durch Veranstaltung Eine Veranstaltung in Canterbury soll im Zusammenhang mit dem Meningokokken-Ausbruch stehen. Wie Independent erklärt, sollen mehrere infizierte Menschen einen Nachtclub namens Club Chemistry besucht haben. Auch die Bar Tokyo Tea Rooms in Canterbury soll betroffen gewesen sein. Die Clubbesitzerin Louise Jones-Roberts erklärte gegenüber dem Medium, dass sie von der UK Health Security Agency (UKHSA) kontaktiert wurde, um den Ausbruch nachzuverfolgen. Mittels der verkauften Eintrittskarten versuchen die Behörden nun, die Ticketinhaber und möglicherweise infizierten Personen ausfindig zu machen. Beide Locations haben auf Instagram Statements veröffentlicht , in denen sie vor allem Studenten auffordern, sich schnellstmöglich behandeln zu lassen.