Wer führt, muss Vorbild sein

Die tatsächlich sehr gute Ausstattung der burgenländischen Feuerwehren durch die zuletzt großzügige Finanzierung durch das Land ist zu begrüßen. Einsätze werden komplexer, Unwetter häufiger, technische Anforderungen steigen. Feuerwehren müssen dafür gut ausgerüstet sein, denn wer im Ernstfall helfen soll, braucht auch die entsprechenden Mittel. Entscheidend ist aber auch, wie mit der Ausrüstung umgegangen wird. Gerade die Führungsebene trägt hier eine besondere Verantwortung . Denn sie trifft nicht nur organisatorische Entscheidungen, sie prägt auch die Kultur innerhalb der Organisation. Was an der Spitze selbstverständlich ist, wird weiter unten oft als Maßstab wahrgenommen. Führung ist daher immer auch Signalwirkung. Die Feuerwehr lebt vom Ehrenamt . Tausende Mitglieder stehen bereit, wenn andere Hilfe brauchen – nachts, am Wochenende, neben Beruf und Familie. Sie machen das aus Überzeugung. Ohne Bezahlung, ohne Sonderrechte. Genau deshalb ist die Erwartung an die Führung besonders hoch. Mehr Sensibilität von oben Es geht dabei nicht nur um Regeln oder Zuständigkeiten. Es geht um Vorbildwirkung . Wer an der Spitze steht, steht automatisch unter besonderer Beobachtung – innerhalb des Feuerwehrverbandes ebenso wie außerhalb. Gerade bei einer Organisation, die auf Vertrauen und Zusammenhalt angewiesen ist. Kaum eine Institution genießt bei der Bevölkerung so viel Vertrauen wie die heimischen Feuerwehren. Das ist ein großes Kapital. Aber auch ein empfindliches. Es entstand über Jahre – und kann durch falsche Signale aber schnell beschädigt werden. Gerade deshalb ist Sensibilität gefragt, wenn es um den Umgang mit Ressourcen, Privilegien oder Entscheidungen der Führungsebene geht. Deshalb gilt: Gute Ausstattung ist wichtig. Ein achtsamer Umgang damit ebenso. Gerade für diejenigen an der Spitze. Denn wer führt, muss auch ein Vorbild für andere sein.