Eigentlich dachten die Hundefreunde vom Badeteich Süßenbrunn , dass der Sturm vorüberziehen würde und alles so bleibt, wie es ist. Dem ist nun aber nicht so. Vergangene Woche hat die SPÖ Donaustadt, in Form des Vorsitzenden Josef Taucher , nämlich ein „Machtwort“ gesprochen und beschlossen, dass die Hundezone auf der Grünfläche rund um den Badeteich Süßenbrunn eingezäunt werden soll. Derzeit ist die Fläche nämlich zum Großteil eine Hundeauslaufzone, gleichzeitig befindet sich ein Spielplatz auf dem Areal. Die Diskussionen sind also programmiert. Der Kern des Streits: Soll die Hundezone oder der Spielplatz eingezäunt werden? „Alles, wie es jetzt ist“ Nach langem Hin und Her brachte die MA 42 (Wiener Stadtgärten) im Jänner einen Vorschlag ein, nach dem der Kinderspielplatz eingezäunt werden sollte. Vergangene Woche sprach sich die SPÖ dann aber gegen diesen Vorschlag aus. Statt des Spielplatzes sollte eine größere Hundezone eingezäunt werden. Frei laufende Hunde auf dem Areal würden demnach der Vergangenheit angehören. Den Hundefreunden ist das aber ein Dorn im Auge. Probleme auf dem Areal habe es nie gegeben, sagt Angela Pazderka von den Hundefreunden. „Am liebsten wäre uns, dass es so bleibt, wie es ist. Das wäre das Einfachste und Kostengünstigste“, sagt Pazderka. Kein Zaun also. Sollte dieser doch unbedingt notwendig sein, wäre es aus ihrer Sicht sinnvoller, den Spielplatz einzuzäunen . „In ganz Wien ist das so. Das dient auch der Sicherheit der Kinder“, sagt sie. Außerdem könnte man den Spielplatz von seinem derzeitigen Platz, nämlich mitten auf der Grünfläche, weiter an den Rand versetzen. So müssten die Familien nicht mehr durch die Hundezone, um zum Spielplatz zu gelangen. "Absurde" Diskussion Am Samstag habe man sich beim Badeteich getroffen und beschlossen, diese Anliegen in Form einer Petition kundzutun. Mit von der Partie ist die Klubobfrau der ÖVP Donaustadt, Michaela Löff . Sie findet sie Diskussion „absurd“, auch deshalb, weil es auf der Fläche bisher keinen Vorfall gegeben habe. „Außerdem werden die Plätze, wo die Leute mit ihren Hunden hingehen können, immer weniger“, sagt Löff. . „Als Mutter verstehe ich die Sorge der Eltern, aber es spricht wirklich nichts dagegen, den Spielplatz einzuzäunen“, sagt Löff. Sie habe schon im Finanzausschuss des Bezirks gegen die Umzäunung der Hundezone gestimmt und wird dies bei der Bezirksvertretungssitzung wieder tun, kündigt sie an. Vonseiten der Bezirksvorstehung seien keine Gespräche mit den Petitionseinbringern geplant, „da die Interessen der Beteiligten recht klar sind“, heißt es aus dem Bezirk.PERA