„Pädo-Hunter“ kommen wegen Mordversuch vor Gericht

Es war ein ganzes Netzwerk , das sich zum Ziel gesetzt hatte, offen homosexuell lebende Männer zu terrorisieren. Einem Teil davon wurde vor ziemlich genau einem Jahr das Handwerk gelegt. In Wien stehen nun neun Angeklagte unter anderem wegen Mordversuchs vor Gericht, die auch danach noch ihr Unwesen getrieben haben. Der Prozess gegen selbsternannte „Pädo-Hunter“ , die vorgaben, Pädophile zu verfolgen, aber in erster Linie homosexuelle Männer als Opfer ausgesucht hatten, startet am Mittwoch. Die Anklage listet auf, wie brutal die Männer  vorgegangen sind. Erst wurden die Opfer meist mit Kontaktanzeigen zu abgelegenen Treffpunkten gelockt, mit dem Vorwand, an einem Date interessiert zu sein. Auch Lockvögel angeklagt Deshalb sind auch Personen angeklagt, die als „Lockvögel“ gedient hatten. Dann schlugen die anderen Angeklagten brutal zu. Mit Schlägen und Tritten wurden die Opfer zu Boden gebracht, dann wurde weiter auf diese eingetreten. Einem Angeklagten wird vorgeworfen, das „bereits am Boden liegende, verletzte und völlig wehrlose Opfer wiederholt bis zur Bewusstlosigkeit“ gewürgt und mehrmals auf den Kopf eingeschlagen zu haben. Schwerste Verletzungen Beispielhaft die Verletzungen eines Mannes: Er hat Mehrstückbrüche des linken Oberkieferknochens verbunden mit Bruchspalten in die Augenhöhle mit einer Einblutung in die linke Kieferhöhle sowie eine Sprengung der Knochennaht zwischen Stirnbein und Jochbein links, Weichteilunterblutungen in der linken Wangenregion, eine Rissquetschwunde im Bereich der rechten Oberlippe erlitten. Die Staatsanwaltschaft geht von einer kriminellen Bande aus, die den ihnen unbekannten Opfern aufgrund deren aus Sicht der Angreifer „unredlichen Lebenswandels“ eine Abreibung zufügen wollte. Auch Obdachloser attackiert Unter den Opfern findet sich auch ein Obdachloser, das schlafende Opfer soll mit einem Fahrradsattel angegriffen und dann schwer verletzt worden sein. Diese Tat wurde - wie viele andere auch - von den Angreifern gefilmt. Die am Mittwoch angeklagten Taten haben sich zwischen Jänner und August 2025 abgespielt. Angeklagt sind neben versuchtem Mord auch schwere Körperverletzungen, Nötigung und Raub. Ein großer Teil der Angeklagten ist noch nach dem Jugendstrafgesetz abzuhandeln. Der Prozess startet am Mittwoch, um 9 Uhr.