„Meine verletzte Generation“ erzählt vom rechtlichen und emotionalen Kampf der Klimabewegung. Dabei ordnet Hinrichs die Repressionen gegen sie als zunehmenden Autoritarismus ein, der längst über die Letzte Generation hinausreicht Für einen Moment scheint ihre Vision greifbar: Die A 100, Abfahrt Spandauer Damm, ist wie leergefegt. Keine Autos hupen mehr, Bepflanzung und Cafés kann sie sich bildlich vorstellen, genauso wie eine Fahrradstrecke. Dann wird Carla Hinrichs von der Straße getragen und in eine Gefangenensammelstelle gefahren, wo sie stundenlang in einer Zelle sitzen wird, die Farbe der Wandfliesen erinnert sie an Kotze. Diese erste Erfahrung mit dem Straßenprotest der Letzten Generation ist noch harmlos gegenüber allem, was kommen wird. Denn Hinrichs, geboren 1997, hat staatliche Repressionen erlebt, die sie in Meine verletzte Generation bildhaft beschreibt: Schmerzgriffe von Polizisten und Demütigung vor Gericht, bis hin zum traumatischen Morgen, an dem ein Einsatzkommando mit Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .