Mindestens 80 islamistische Rebellen in Nigeria von Armee getötet

Nigerianische Truppen haben rund 80 islamistische Rebellen getötet. Das Militär habe mit Luftunterstützung einen Angriff der Kämpfer auf einen Militärstützpunkt im nordöstlichen Bundesstaat Borno zurückgeschlagen, teilte die Armee am Mittwoch mit. Dabei seien mindestens 80 islamistische Kämpfer getötet worden, darunter hochrangige Kommandanten. Der Angriff folgte auf mehrere Selbstmordanschläge am Montag in Bornos Hauptstadt Maiduguri mit 23 Toten und mehr als 100 Verletzten. Kämpfer der Gruppen Boko Haram und Islamic State West Africa Province (ISWAP) haben in den letzten Wochen ihre Angriffe auf Militärstützpunkte in Borno verstärkt. Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas und ein bedeutender Ölproduzent. Es ist tief gespalten zwischen dem überwiegend muslimischen Norden und dem christlich geprägten Süden. Der Bundesstaat Borno im Nordosten gilt als Zentrum des seit 17 Jahren andauernden islamistischen Aufstands in Nigeria. Die Boko Haram kämpft seit 2009 gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Gottesstaates im Nordosten des Landes. Nigeria steht unter zusätzlichem Druck, seit US-Präsident Trump der Regierung im vergangenen Jahr vorwarf, Christen nicht ausreichend zu schützen.