Die Allianz mit Renault macht es möglich. Man nehme bewährte und passende Technik aus dem Renault-Regal und mache daraus einen Mitsubishi . Das hat mit dem ASX und Colt schon recht gut funktioniert und auch beim Grandis dürfte der Plan aufgehen. Der Organspender heißt in diesem Fall Renault Symbioz und Mitsubishi kommt so zu einem kompakten SUV, das mit angesagter Hybrid-Technologie fährt. Wir fahren den Grandis als Voll-Hybrid (alternativ ist auch eine Mildhybrid-Version im Angebot) und der kommt auf eine Systemleistung von 158 PS. Technisch werden hier ein 1,8-l-Verbrennermotor, zwei E-Motoren, eine 1,4-kWh-Batterie und ein kupplungsloses Multi-Mode-Automatikgetriebe kombiniert. Vom aufwändigen Zusammenspiel der Komponenten bekommt der Fahrer relativ wenig mit. Geht man behutsam mit dem Gaspedal um, fährt man relativ viel rein elektrisch – vor allem im Stadtverkehr oder auch, wenn man außerhalb der City bei konstantem Tempo unterwegs ist. Das Anspringen des Verbrenners merkt man wohl, es läuft aber sehr dezent ab und das Zusammenspiel der Antriebe funktioniert reibungslos. Etwas lauter wird der Verbrennerantrieb nur, wenn man die volle Leistung abruft. Das tut man aber selten, denn der Grandis spielt seine Stärke im komfortablen Dahingleiten aus. Auch Fahrwerk und Lenkung passen hier gut ins Bild. Für unaufgeregte Transportaufgaben ist der Grandis gerade recht. Google an Bord Dazu passt, dass man sich auch innen durchaus wohl fühlt. Auch der Innenraum entspricht seinem Renault-Verwandten, aber das soll kein Fehler sein. Somit hat man in Sachen Infotainment diverse Dienste aus dem Hause Google zur Verfügung. Die Sprachsteuerung – z.B. zur Eingabe eines Navi-Ziels – funktioniert problemlos. Sonst erfolgt die Bedienung über einen großen Touchscreen, einige Funktionen, die man schnell zur Hand haben will, sind als analoge Tasten ausgeführt. Und für die Audio-Steuerung gibt’s den von Renault bekannten Bedien-Satelliten unter dem Lenkrad. Wie sieht es mit dem Platzangebot aus? Im Kofferraum gibt es ausreichend Platz und zu den praktischen Dingen im Grandis gehört unter anderem eine längs verschiebbare Rücksitzbank – je nachdem, ob mehr Platz im Kofferraum oder im Fond benötigt wird. Die Kopffreiheit hinten wird dann etwas eingeschränkt, wenn man das große Panoramaglasdach eingebaut hat. Das bekommt man serienmäßig in der Topausstattung Diamond. Das Dach lässt sich dankenswerterweise auf milchig dimmen, wenn die Sonne zu stark reinscheint. Der Grandis mit umfangreicher Diamond-Ausstattung kommt auf 40.590 Euro . Mit Invite-Ausstattung ist der Grandis als Vollhybrid aber schon für 32.490 Euro zu bekommen und das ist fair kalkuliert. Für Mitsubishi-Kunden ist zudem die Garantie von 8 Jahren ein Argument.