Antizionismus-Skandal um die Niedersachsen-Linke: Die Anatomie eines Eigentors

Kaum jemand bestreitet, dass Israels Rechtsregierung rassistische und militaristische Politik betreibt. Die Linke in Niedersachsen jedoch schafft es, sich aus eben diesem Befund einen Skandal zu basteln. Was ist daraus zu lernen? Der Verfassungsschutz ermittelt, die Presse schäumt, der Staatsräson-Flügel der eigenen Partei wittert Morgenluft und die Distanzierungsspirale setzt ein: Der jüngst auf dem niedersächsischen Landesparteitag der Linken beschlossene Antrag zur „Ablehnung des Zionismus“ zeigt erstens, wie kaputt die deutsche Nahostdiskussion tatsächlich ist. Und zweitens, wie man aus Naivität und einem falschen Verständnis von Parteipolitik in eigentlich begrüßenswerter Absicht ein hochempfindliches Eigentor schießen kann. Israel ist eine Folge der Wannseekonferenz, soviel muss klar sein Denn wer einen Parteitag beschließen lässt, dass der „real existierende Zionismus“ abzulehnen sei, riskiert ein interessiertes Missverst Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .