Mailand–Sanremo: Ein Österreicher soll Superstar Pogacar zum Sieg führen

Es gibt nicht mehr viele Radrennen, bei denen Tadej Pogacar die Ziellinie noch nicht als Erster überquert hat. Der Slowene dominiert den Sport seit Jahren und schnappt sich alle begehrten Titel und Trophäen. Nur bei einem berühmten Rennen beißt sich Pogacar regelmäßig die Zähne aus: Mailand – Sanremo . Frühjahrsklassiker Mit dem ersten der legendären fünf Monumente des Radsports, wie die wichtigsten Eintagesrennen genannt werden, beginnt heute die Zeit der Frühjahrsklassiker. Und dabei sind wieder einmal alle Augen auf Tadej Pogacar gerichtet. „Es ist kein Geheimnis, dass ich Mailand–Sanremo unbedingt gewinnen will.“ 296 Kilometer Aber der vierfache Tour-de-France-Sieger steckt bei diesem Klassiker in einem Dilemma: Auf den 296 Kilometern von der Lombardei ans Meer nach Ligurien kann Pogacar seine großen Stärken nicht ausspielen. „Mailand–Sanremo ist von allen das leichteste Monument. Deshalb tut sich Tadej dort auch am schwersten zu gewinnen“, erklärt Felix Großschartner . Der Oberösterreicher ist seit vier Jahren Pogacars Kollege beim UAE-Team, und er steht dem Superstar heute als Edelhelfer zur Seite. Die zentralen Aufgaben des 32-Jährigen: auf den ersten 250 Kilometern Tadej Pogacar in der Hektik des Fahrerfelds abzuschirmen und dem Slowenen dann auf den letzten beiden Anstiegen, der Cipressa und dem Poggio, den Weg bereiten für den Premierensieg. Stressfaktor „Bei der Cipressa ist immer der Megastress, weil es von einer breiten Straße plötzlich in eine extrem enge Auffahrt geht. Da wollen alle vorne im Feld sein, aber das spielt sich halt nicht“, erklärt Felix Großschartner. Sein Part wird es wieder sein, dort für Pogacar Tempo zu machen. „Und dann wird er irgendwann versuchen, dass er alleine wegfährt. Aber das ist bei diesem Rennen schwer, weil die Anstiege zu kurz sind.“ Wichtige Aufgabe Für den Oberösterreicher ist da die Arbeit bereits getan, er wird heute wieder erst mit Verspätung im Ziel in Sanremo eintrudeln. Felix Großschartner macht es nichts aus, sich für Tadej Pogacar abzustrampeln, genau dafür wurde er ins Team geholt. „Ich habe mich dafür entschieden, dafür werde ich auch bezahlt“, sagt der Edelhelfer. „Und wenn man mit einem Siegfahrer wie Tadej fährt, ist das auch was anderes, als wenn man für jemanden arbeitet, der Fünfter wird und man sich dann denkt: ,Hey, das kann ich selbst auch.‘“