Feuer gelegt: Ein Toter bei Brand in der Justizanstalt Eisenstadt

Ein Insasse der Justizanstalt Eisenstadt ist in der Nacht auf Sonntag bei einem Brand im Gefängnis ums Leben gekommen. Es wird Hinweisen nachgegangen, wonach der Mann den Brand in seinem Haftraum selbst gelegt haben könnte. Wie das Justizministerium auf Anfrage des KURIER bestätigt, ist es Samstagabend zu einem Haftraumbrand in der Justizanstalt Eisenstadt gekommen, bei dem ein Insasse verstorben ist. "Nach den derzeit vorliegenden Informationen hatte der Insasse zuvor seine Haftraumtür mit Inventar verbarrikadiert und anschließend ein Feuer gelegt. Trotz unverzüglichem Einschreitens der Bediensteten sowie der beigezogenen Feuerwehr und des Notarztes konnte der Insasse nicht gerettet werden", erklärt Christina Ratz , Leiterin der Stabsstelle Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit im BMJ in einer Stellungnahme. Die polizeilichen Ermittlungen sowie eine interne Prüfung zur Klärung der näheren Umstände laufen derzeit. Weitere Personen kamen bei dem Feuer nicht zu Schaden. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Justizanstalt wurde die Inanspruchnahme des psychologischen Dienstes angeboten, so Ratz. Obwohl Justizbeamte schnell eingriffen und auch die Feuerwehr und ein Notarzt nach der Alarmierung rasch zur Stelle waren, konnte der Insasse nicht mehr gerettet werden.