Das SPD-Debakel in Rheinland-Pfalz hat mit Özdemirs Baden-Württemberg-Sieg etwas gemeinsam

Die Sozialdemokraten verlieren in ihrer einstigen Hochburg Rheinland-Pfalz die Landtagswahl, die AfD landet bei 20 Prozent. Kein Wunder bei Wahlkämpfen, die der Erzählung Nahrung geben, die etablierten Parteien seien doch eh alle gleich Ganz kurz vor der Wahl, am Ende seiner Aufholjagd, hat Alexander Schweitzer noch mal seine wichtigste Karte gezogen: „Menschen wählen Menschen“, rief er den Menschen zu, die einen bestimmten Menschen wählen sollten, nämlich ihn, den Ministerpräsidenten und Spitzenkandidaten der SPD bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz. Wahlsieger Gordon Schnieder Menschen wählen Menschen, da ist sicher etwas dran, aber was wollte uns der Wahlverlierer Schweitzer – und das ist er mit einem fetten Minus für seine Partei bei aller Ungenauigkeit erster Prognosen oder Hochrechnungen – damit sagen? Es ist nicht übertrieben, diesen Satz als Chiffre für den programmatischen Offenbarungseid einer traditionsreichen Partei zu lesen. Vergesst Programme, Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .