Sturmtief sorgt für massive Schäden und Stromausfälle in Österreich
KURIER

Sturmtief sorgt für massive Schäden und Stromausfälle in Österreich

Der Wetterumschwung mit starken Sturmböen hat in der Nacht auf Freitag eine Serie von Feuerwehreinsätzen ausgelöst. Betroffen wahren mehrere Bundesländer. Im Burgenland rückten mehrere Wehren in unterschiedlichen Orten aus, um Schäden zu beseitigen und Verkehrswege freizumachen. In Jabing wurde die Feuerwehr zunächst zu einem Sturmschaden im Ortsgebiet alarmiert. Bei einem Nebengebäude hatten sich durch orkanartige Windböen mehrere Dachziegel gelöst. Diese wurden händisch entfernt, das beschädigte Dach anschließend mit Spanngurten gesichert. Die Einsätze dauerten je nach Ort zwischen rund 30 Minuten und mehreren Stunden. Mehrfach wurde die Zusammenarbeit mit der Polizei und der Landessicherheitszentrale hervorgehoben. Noch während dieses Einsatzes erfolgte eine weitere Alarmierung: Auf der B63 Richtung Oberwart war ein Baum umgestürzt und ragte in die Fahrbahn. Der Baum wurde zerkleinert und die Straße gereinigt. Die Feuerwehr stand mit mehreren Fahrzeugen und 17 Mitgliedern rund eine Stunde im Einsatz. Auch die Feuerwehr in Holzschlag wurde in der Nacht alarmiert. Auf der B50 Richtung Günseck blockierte ein umgestürzter Baum die Straße. Die Einsatzstelle wurde abgesichert und ausgeleuchtet, der Baum zerkleinert und entfernt. Nach rund 45 Minuten war der Einsatz beendet. Winterliche Bedingungen In Neustift an der Rosalia kam es zu einer Fahrzeugbergung unter winterlichen Bedingungen. Ein Fahrzeug war aufgrund der Fahrbahnverhältnisse von der Straße abgekommen. Die Einsatzkräfte sicherten die Unfallstelle und führten die Bergung durch, verletzt wurde niemand. Im Anschluss wurden weitere Verkehrswege von winterlichen Behinderungen befreit. Auch in Stinatz und Stadtschlaining kam es zu Einsätzen wegen umgestürzter Bäume. In Stinatz mussten mehrere Bäume entfernt werden, um die Straße wieder passierbar zu machen. In Stadtschlaining wurde ein Baum auf einer Landesstraße zerkleinert und beseitigt, bevor die Fahrbahn gereinigt wurde. Massive Schäden in Kärnten Auch in Teilen Kärntens kam es zu massiven Schäden und zahlreichen Feuerwehreinsätze gesorgt. Besonders betroffen sind laut ORF Kärnten die Bezirke Spittal an der Drau, St. Veit sowie Villach Land . Vielerorts stürzten Bäume um und krachten auf Stromleitungen , was zu Unterbrechungen der Stromversorgung führte. Derzeit sind rund 3.700 Haushalte ohne Strom . Seit den Morgenstunden sind Techniker der Kärnten Netz damit beschäftigt, beschädigte Leitungen zu reparieren und die Stromversorgung wiederherzustellen. Durch die Vielzahl der betroffenen Stellen gestalten sich die Arbeiten schwierig und dauern voraussichtlich den ganzen Tag an. Feuerwehren mussten in der Nacht zu rund 20 Einsätzen ausrücken. Neben zahlreichen technischen Hilfeleistungen kam es auch zu zwei Bränden in Radenthein , die durch auf Oberleitungen gestürzte Bäume ausgelöst wurden. Beim ersten Vorfall kurz nach Mitternacht standen drei Feuerwehren im Einsatz, um den Brand zu löschen und die Gefahrenstelle zu sichern. Nur wenige Stunden später wiederholte sich der Vorfall: Ein weiterer umgestürzter Baum verursachte erneut einen Brand an einer Oberleitung. Beide Brände konnten rasch unter Kontrolle gebracht werden. Orkanartige Sturmböen in der Steiermark Heftige Sturmböen haben in der Nacht auf Freitag auch in der Steiermark für massive Schäden und zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt. Besonders betroffen waren das Grazer Bergland , Teile der Südsteiermark sowie die Oststeiermark , wo der Sturm Bäume entwurzelte, Dächer abdeckte und Stromleitungen beschädigte . In den vergangenen 24 Stunden waren laut Landesfeuerwehrverband 150 Feuerwehren bei rund 230 Einsätzen. Am Nachmittag soll der Sturm nachlassen . Die Feuerwehren warnen vor erheblicher Gefahr in Wäldern und Parkanlagen, da jederzeit weitere Bäume umstürzen oder beschädigte Leitungen herabfallen könnten. 125km/h am Schöckl Am Grazer Hausberg Schöckl wurden Freitagfrüh Windspitzen von knapp 125 km/h gemessen. Im Norden von Graz stürzten Bäume auf mehrere Verkehrswege; in der Wiener Straße deckte der Sturm ein Hausdach ab. Auch im Bezirk Voitsberg kam es zu zahlreichen Sturmschäden. Die Gaberl Straße (B77) musste zwischen Salla und Kleinlobming gesperrt werden, nachdem mehrere Bäume die Fahrbahn blockierten. Im Bezirk Weiz war die Weizklamm am Morgen aufgrund umgestürzter Bäume unpassierbar . Mehr als 80 Trafostationen ausgefallen Der Sturm richtete auch erhebliche Schäden an der Strominfrastruktur an. Immer wieder stürzten Bäume auf Hausdächer, Verkehrswege und Leitungen. Auch Photovoltaikanlagen wurden in Mitleidenschaft gezogen. Laut Energie Steiermark waren am Freitagmorgen 88 Trafostationen aufgrund der Sturmeinwirkung ausgefallen – vor allem nördlich von Graz sowie in den Bezirken Weiz, Voitsberg, Leibnitz und der Südoststeiermark. Wintercomeback in der Obersteiermark In der Obersteiermark blieben größere Sturmschäden aus, stattdessen sorgte kräftiger Schneefall für eine geschlossene Schneedecke. Im Mariazeller Land fielen rund 30 Zentimeter, in Hohentauern etwa 40 Zentimeter und aus Ramsau wurden 45 Zentimeter Neuschnee gemeldet.

Go to News Site