Frühjahr 1982: Mit „Familie Rechlin“ erzählt das DDR-Fernsehen eine Ost-West-Geschichte
der Freitag

Frühjahr 1982: Mit „Familie Rechlin“ erzählt das DDR-Fernsehen eine Ost-West-Geschichte

Fernsehfilme über geteilte Familien im geteilten Berlin sind eher eine Rarität im Ost-Fernsehen. In diesem Fall aber überzeugt ein Sujet durch seinen geradezu ungestümen Realismus Die Heimsuchungen der Ingelore Rechlin, Köchin in einer Ostberliner Großküche und Familienoberhaupt am Hackeschen Markt, haben es in sich. Und sie selbst hat es auch in sich. Ingelore kniet gern auf den Fensterbrettern ihrer Wohnung, um die Scheiben zu wienern und vor sich hin zu summen: „Nichts geht über Bärenmarke, Bärenmarke zum Kaffee.“ Damit kann sie gar nicht mehr aufhören, wenn unten die Nachbarin ihr Netz aus der Markthalle am Alexanderplatz nach Hause schleppt, wovor Ingelore manches Westpaket bewahrt. Hingebungsvoll steckt sie bis zu den Unterarmen im Rosinenteig, wenn Familienfeiern anstehen. Dann wird die Küche zur Kuchenschmiede und das Backen zur Passion. Die Familie geht Ingelore über alles. Aber die ist zu ihrem Kummer Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .

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