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Badespaß getrübt: Teilsperre bei Badeteich Hirschstetten | Collector
Badespaß getrübt: Teilsperre bei Badeteich Hirschstetten

Badespaß getrübt: Teilsperre bei Badeteich Hirschstetten

An Badeausflug ist in diesen Tagen nicht zu denken. Nicht nur, weil nach dem sommerlich-warmen Wochenende nun erst einmal kühlere – und zum Teil regnerische – Tage bevorstehen. Sondern auch weil gewisse Bakterien den Badespaß trüben. Zumindest, was den Badeteich Hirschstetten betrifft. Dort herrscht derzeit der Verdacht auf Cyanobakterien, die umgangssprachlich oft auch als „Blaualgen“ bezeichnet werden. Die zuständige MA 45 (Wiener Gewässer) hat deshalb mehrere Teile des Badeteichs gesperrt – darunter etwa den Kinderbereich, wie zuerst der ORF berichtete. Übelkeit, Fieber, Ausschlag Am Samstag sei der Hinweis eingegangen, dass es sich um Cyanobakterien handeln könnte, heißt es vonseiten der MA 45. Daraufhin seien Proben entnommen worden, mit Ergebnissen rechne man Mitte oder Ende der Woche. Dass nur Teile des Teichs gesperrt worden sind, wird von der MA 45 damit erklärt, dass Cyanobakterien einen „schleimigen Film“ bilden, der meist nur sehr örtlich und im flachen Bereich vorkomme. „Man kann die Bakterien sehen“, sagt der Sprecher der MA 45. In den restlichen Bereichen könne durchaus weiter gebadet werden. Weitere Fälle von Cyanobakterien in Wiener Teichen seien nicht gemeldet worden. In Klosterneuburg gebe es aber einen Fall, sagt der MA 45-Sprecher. „Wir beobachten das Phänomen.“ Gegenebenfalls würden Maßnahmen gesetzt werden, wird berichtet. Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) gibt im Zusammenhang mit den „Blaualgen“ folgenden Tipp ab: „Baden Sie nicht, wenn Sie Ihre Füße wegen einer grün-bläulichen Trübung nicht mehr sehen können“. Verschluckt man große Mengen an Wasser, können Übelkeit, Fieber, Erbrechen, Durchfall, Hautausschläge, Kollaps oder Lähmungserscheinungen auftreten. Eine Aufnahme von Cyanotoxinen durch die Haut ist laut AGES unwahrscheinlich, es kann aber zu Hautreizungen, Entzündungen oder allergischen Reaktionen kommen. Vorsichtig sein müssen vor allem Hundehalter: Für Hunde können die Toxine der Cyanobakterien tödlich sein, wenn sie sich diese etwa vom Fell schlecken oder das verrottende Algenmaterial am Ufer fressen. Das ist aber bei Weitem nicht das Einzige, worauf sich Hundebesitzer in der Donaustadt derzeit einstellen müssen: Auch beim Badeteich Süßenbrunn wird es schon bald zu Änderungen kommen. Die Hundezone soll künftig eingezäunt und damit von der restlichen Grünfläche abgetrennt werden. Hunde oder Kinder? Wie der KURIER berichtete , läuft der Streit rund um das 60.000 Quadratmeter großen Areal beim Badeteich Süßenbrunn schon seit Jahren. Zugespitzt formuliert, geht es bei der Diskussion im Kern darum, ob der Kinderspielplatz oder die Hundezone eingezäunt werden soll. Wirklich einig darüber, wie diese Frage beantwortet werden sollte, war man sich in letzter Zeit darüber nicht. Während die SPÖ Donaustadt und die Volksanwältin Gaby Schwarz darauf plädierten, die Hundezone einzuzäunen, stellte sich die ÖVP Donaustadt hinter die Hundefreunde vom Badeteich Süßenbrunn, die lieber den Spielplatz eingezäunt hätten. In einem Erstentwurf für die Lösung des Problems legte die MA 42 (Wiener Stadtgärten) dar, die Ausweisung von zwei eingezäunten Hundeverbotszonen. Sprich: Zwei Areale, in denen Hunde nicht erlaubt sind, sollen eingezäunt werden, der Rest des Grundstücks soll für Hunde zugänglich bleiben. Plan ist da In der Bezirksvorstehung stießt das auf Empörung, der Entwurf wurde abgelehnt, ein neuer Plan sollte her. Und der ist nun da. In Abstimmung mit der Grundeigentümerin, der Theresianischen Akademie Wien, der Kinder- und Jugendanwaltschaft und der Tierschutzombudsstelle Wien habe die MA 42 nun die „bestmögliche Lösungsvariante“ erarbeitet, sagt der Bezirksvorsteher der Donaustadt Ernst Nevrivy (SPÖ). Diese ist: „Beim Süßenbrunner Badeteich erfolgt nun die Einzäunung der Hundezone.“ Statt des Kinderspielplatzes – wie ursprünglich geplant – wird nun also die Hundezone eingezäunt. Der Streit ist also zu Ende.

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