KURIER
Anlässlich der Fußball-WM hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) gesalzene Kartoffelchips einem Geschmackstest unterzogen. Gut bis "okay" gemundet haben alle, was hervorstach, waren vor allem "gesalzene" Preise. "Gute" Chips gibt es laut den Fachleuten bereits um 5,96 Euro pro Kilogramm als Eigenmarke . Eine "Premium"-Variante kostete hingegen 21,90 Euro pro Kilo, wurde aber insgesamt nur "durchschnittlich" bewertet. Zehn Erzeugnisse, darunter vier Markenprodukte und sechs Eigenmarken , wurden von 68 Konsumentinnen und Konsumenten in einer Blindverkostung hinsichtlich Aussehen, Geruch, Knusprigkeit und Geschmack beurteilt. Die Markenprodukte im Test belegten die vorderen Plätze, doch auch Eigenmarken schnitten meist gut ab. Es gab acht "gute" und zwei "durchschnittliche" Bewertungen. Auf den vordersten Plätzen landeten bekannte Markenprodukte, allen voran die österreichische Traditionsmarke "Kelly's", gefolgt von Lorenz und Lay's. Deren Kilopreise bewegten sich zwischen 16,60 und 19,93 Euro. Salz- und Fettbomben "Fett und Salz verleihen Knabbersnacks wie Chips zwar Geschmack, aufgrund ihrer Nährwerte sollten sie idealerweise aber nur selten und in Maßen genossen werden", erinnerte VKI-Ernährungswissenschafterin Teresa Bauer . Neun der zehn verkosteten Chips weisen einen Nutri-Score von D auf, lediglich eines (Spar Premium Kartoffelchips) erreicht den Nutri-Score C. Dabei handelt es sich allerdings laut VKI um jenes Produkt, das bei der Verkostung am wenigsten überzeugen konnte. Der Nutri-Score auf Lebensmittelverpackungen bewertet den Nährwert innerhalb einer Lebensmittelgruppe auf einer fünfstufigen Farb- und Buchstabenskala (von Dunkelgrün/A bis Rot/E). Herkunftsangaben bei Chips sind freiwillig, folglich machen nur wenige Hersteller dazu konkrete Aussagen. "Mehr Transparenz wäre wünschenswert", so Bauer. "Nicht zuletzt, weil die Verwendung österreichischer Kartoffeln bzw. Erdäpfel für viele Konsumentinnen und Konsumenten ein wichtiges Kaufargument sein kann."
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