der Freitag
Der Regisseur Milo Rau erfand mit seinen Tribunalen das Theater neu. Nach dem Streit über die Einladung von Peter Thiel bei den Wiener Festwochen fragen sich viele: Hat sich das Format selbst abgeschafft? Milo Rau, einst das Enfant terrible des kontinentaleuropäischen Theaters, wirkt dieser Tage etwas weniger unbeschwert. Der Schweizer Theatermacher tat etwas, das er nach eigenen Angaben ausdrücklich verabscheut: Er hat einen Gast ausgeladen. „Ja, wir sind gegen eine Wand gelaufen“, sagt er. „Aber immerhin hat das die Wand sichtbar gemacht.“ In seiner Funktion als künstlerischer Leiter der Wiener Festwochen lud Rau Ende letzten Monats den amerikanischen Tech-Milliardär Peter Thiel zunächst ein – und dann wieder aus. Die österreichische Wochenzeitung Falter bezeichnete den Vorgang als Blamage . Seit Rau 2023 die Leitung des Wiener Festivals übernommen hat, hat er eines der bedeutendsten multidisziplinären Festivals Europas in Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
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