der Freitag
Als erster EU-Staat seit den 1980ern führt Ungarn eine neue Vermögensteuer ein. Premier Péter Magyar und sein Finanzminister rücken Superreichen und der Korruption der Ära Orbán zu Leibe. Einem Magnaten kommen im Fernsehen fast die Tränen In einem Budapester Fernsehstudio ist einer der reichsten Männer des Landes den Tränen nahe. Es ist Anfang Mai, als der Werbemagnat Gyula Balásy eine Ankündigung zu machen hat. Er erklärt im Interview, seine Unternehmen soeben an den Staat abgetreten zu haben – zusammen mit einem beträchtlichen Teil privater Ersparnisse. Er hat sogar eine notariell beglaubigte Urkunde mitgebracht, um den Nachweis zu führen, dass es sich so verhält, wie er sagt. „In der gegenwärtigen Situation glaube ich nicht, dass unsere Firmengruppe noch eine Zukunft hat.“ Der Plakat-Profit Balásy zählte zu den prominentesten Profiteuren der Ära Orbán . Seine Betriebe unterhielten ein Netzwerk von Plakatflächen – bekannt als die
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