Collector
Giriş Yap
Saint Laurent & Co: Wie die Trendbrille für diesen Sommer aussieht | Collector
Saint Laurent & Co: Wie die Trendbrille für diesen Sommer aussieht

Saint Laurent & Co: Wie die Trendbrille für diesen Sommer aussieht

Die Richtung für den Sommer 2026 gibt ausgerechnet eine Sonnenbrille vor, die aussieht, als hätte sie bereits mehrere Jahrzehnte Modegeschichte hinter sich. Die „Howl 902“ von Saint Laurent sitzt groß im Gesicht, mit markantem Rahmen in erdigen Tönen. Sie ist derzeit jene Brille, die auf den Nasen von Models, Influencern und Modeinsidern am häufigsten auftaucht – und damit die Form vorgibt, der viele Labels folgen werden. Nach Jahren schmaler Matrix-Brillen darf es wieder auffälliger sein. Die Gestelle werden größer, die Silhouetten extravaganter, die Gläser heller. Rauchiges Braun, Cognac, Gelb oder Rosé ersetzen tiefes Schwarz. Die Sonnenbrille soll nicht mehr nur schützen, sondern das Gesicht rahmen wie ein Accessoire. Wie ein Visier Auch Gucci setzt auf maximale Wirkung. Besonders offensiv bewirbt das italienische Luxushaus derzeit die GG2271S, eine futuristische Maskenbrille, die sich wie ein Visier über das Gesicht legt. Zu sehen war sie bereits bei Kim Kardashian und Demi Moore , die auf dem roten Teppich in Cannes damit vor die Fotografen trat. Die Inspiration stammt aus den späten Neunzigerjahren, wie Chefdesigner Demna kundtut – und die sind nicht unbedingt als das stilvollste Modejahrzehnt bekannt. Tom Ford war Vorreiter Große Gestelle finden sich auch in den neuen Kollektionen von Victoria Beckham . Die Designerin setzt auf kantige, klobige Fassungen, die Selbstbewusstsein ausstrahlen sollen. Den Weg für die Oversize-Brillen ebnete aber Tom Ford. Seine markanten Aviator-Modelle mit dem Namen Bronson avancierten 2024 zum Erkennungszeichen eingefleischter Fashionistas und waren auf den Straßen von Wien bis Paris und auf Social Media zu sehen. Trendlabels Wer sich nicht hinter einem XXL-Rahmen verstecken will, dem bleiben auch die schmalen Retro-Brillen, die an die Nullerjahre erinnern und seit einigen Jahren boomen. Ovale Formen und schmale Rechtecke dominieren hier. Auch zu haben bei Jimmy Fairly aus Paris oder Lexxola aus London. Die Labels haben sich mit trendigen, aber erschwinglichen Fassungen einen Namen gemacht. Am anderen Ende der Preisskala steht Jacques Marie Mage . Dort beginnt eine Sonnenbrille bei knapp 1.000 Euro. Die Modelle werden in kleinen Auflagen in Japan und Italien gefertigt. Stars wie Harry Styles sind Stammkunden. In Zeiten, in denen Luxus wieder stärker über Handwerk definiert wird, trifft das Label den Nerv der Zeit. Auch das Familien-Unternehmen Silhouette liefert reine Handarbeit aus Österreich. Eine echte Seltenheit in der globalisierten Brillenindustrie. Denn selbst Luxushäuser lassen oft in China herstellen. Fassungen, Bügel oder Metallteile werden häufig in Asien gefertigt und die Endmontage erfolgt in Italien. Das reicht, um das Gütesiegel „Made in Italy“ zu erhalten und auf den Brillenbügel drucken zu lassen.

Go to News Site