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Tore aus allen Lagen: Wie sich Kalajdzic für die WM-Startelf empfiehlt | Collector
Tore aus allen Lagen: Wie sich Kalajdzic für die WM-Startelf empfiehlt

Tore aus allen Lagen: Wie sich Kalajdzic für die WM-Startelf empfiehlt

Ralf Rangnick ist bei dieser WM groß in Fahrt. Weil das Sprunggelenk des Teamchefs nach wie vor Probleme macht, fährt er regelmäßig mit dem Golfkart durch die Gegend. So auch zuletzt, als er mit seinem flotten Gefährt quer über den Trainingsplatz seines Teams fuhr, und vor den anwesenden Journalisten stehen blieb, um eine frohe Botschaft zu verkünden. „Sie können heute gerne länger bleiben als die üblichen 15 Minuten und sich das ganze Training ansehen“, sagte der 67-Jährige. Mit einem breiten Grinser im Gesicht wurde Rangnick für einen Moment zum Teamchef der Herzen . Der Grund für diese Entscheidung war sofort klar und offensichtlich. Trainiert wurden an diesem Tag keine heiklen taktischen Inhalte mit Aufstellungsvarianten , die der Öffentlichkeit verwehrt bleiben sollen rund zehn Tage vor dem WM-Auftaktspiel gegen Jordanien . Viele Torschüsse Erkenntnisse sollte es dennoch geben. Allerdings mehr in Sachen individueller Form einiger Teamspieler. Geübt wurden Abläufe im Torabschluss in verschiedenen Varianten. Zunächst nach Hereingaben von beiden Seiten, die nach Anweisung von Teamchef-Assistent Lars Kornetka auch wirklich hoch geschossen mussten. Soll heißen: Stanglpass verboten . Alle Spieler kamen zum Zug. Da wie dort waren es wenig überraschend oft dieselben Spieler, die gute Figur machten. Stark beim Verwerten der Flanken per Kopf waren neben den beiden Mittelstürmern Sasa Kalajdzic und Michael Gregoritsch auch die beiden Verteidiger Kevin Danso und Stefan Posch . Nach einer folgenden Runde vom Elfmeterpunkt ging es im dritten Durchgang darum, ein scharfes Zuspiel aus einem Tormannausschuss etwa 20 Meter vor dem Tor anzunehmen und mit dem zweiten Kontakt noch von außerhalb des Strafraums zu schießen. Da kamen auch die Torhüter ins Schwitzen. Patrick Pentz : „Für die Stürmer war das super, für uns gar nicht so leicht, weil wir die Spieler zuerst präzise und scharf anspielen und dann sofort den Ball wieder halten mussten.“ Der wichtige erste Kontakt Die fußballerisch starken Tormänner des ÖFB-Teams machten ihren Job aber einwandfrei. Als es zu dieser Übung kam, glänzten wieder die beiden Mittelstürmer. Bei Kalajdzic stach eine Qualität besonders hervor: Während einigen Spielern beim so wichtigen ersten Kontakt auch technische Fehler unterliefen, nahm der LASK-Stürmer jeden noch so scharfen Ball so gut an, dass er ideal für den folgenden Torschuss vor ihm liegen blieb. Und während die anderen Spieler mehr und mehr verschossen und aus dem Spiel ausschieden, erwies sich neben den beiden Torjägern etwas überraschend auch Italien-Legionär Michael Svoboda als treffsicher. Auffallend war auch, dass die beiden Stürmer öfters mit der Innenseite abschlossen als ihre Kollegen. Frei nach dem Motto: Präzision vor Wucht . Das enge Rennen um den Tagessieg entschied schließlich Sasa Kalajdzic für sich. Den Triumph feierte er vor den Augen des Teamchefs, der von seinem Golfkart natürlich genau zusah, mit einer entsprechenden Jubelpose. "Sasa ist brutal gut" Fakt ist: Der 28-Jährige konserviert in Santa Barbara seine starke Form aus der Frühjahrssaison beim LASK und macht es dem Teamchef schwer, ihn zu übersehen. Schon beim letzten Testspiel gegen Tunesien war Kalajdzic nach seiner Einwechslung einer der stärksten Österreicher. Auch Patrick Pentz sagte nach der Trainingseinheit in Santa Barbara: „Sasa ist brutal gut. Mit seinem Transfer zum LASK hat er alles richtig gemacht, er ist richtig gut drauf und trifft ständig, egal mit welchem Körperteil.“ Und Marko Arnautovic ? Der war bei dieser Trainingseinheit nicht dabei, trainierte aufgrund kleinerer Fitness-Probleme zuletzt zwei Mal individuell im Fitnessraum neben dem Trainingsplatz. Gut möglich, dass er von dort aus zugesehen hat.

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