KURIER
„Wir müssen allen wehtun. Wir müssen über unsere ideologischen Schatten springen, alle Tabus brechen und ein Paket schnüren, bei dem niemand im Leo ist.“ Das sagte unlängst Gerhard Steger, langjähriger Leiter der Budgetsektion im Finanzministerium, im KURIER-Interview. Dass vielen „wehgetan“ werden wird, davon ist auszugehen, wenn Finanzminister Markus Marterbauer im Parlament seine Budgetrede halten wird. Und dass es Einschnitte geben muss, daran haben selbst die größten Populisten keinen Zweifel. Montagabend moderierte ORF III-Chefredakteurin Lou Lorenz-Dittlbacher die Ideen-Präsentation der Bewerberinnen und Bewerber für den Posten des neuen ORF-Generaldirektors. Auch sie wollte dorthin fühlen, „wo es wehtut“. Was wem „wehtut“, ist natürlich relativ. Über Schmerzgrenzen herrscht aber Konsens. Wirklich unerlässlich für die Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Auftrages in Österreich sind offenbar Skirennen und noch mächtigere Landesstudios. Mehr braucht man über dieses Land nicht zu wissen.
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