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Größte Katastrophenübung im AKH mit 200 Statisten als Verletzte | Collector
Größte Katastrophenübung im AKH mit 200 Statisten als Verletzte

Größte Katastrophenübung im AKH mit 200 Statisten als Verletzte

Von Frederike Reisiger Vor der Versorgungsstelle für Unfall- und Notfallpatienten beim Wiener AKH kommt es am Dienstag zu einem riesigen Andrang . Mehrere Krankenwagen befahren die Krisenambulanz der Universitätsklinik, um schwer verletzte Personen auf die Stationen zu bringen. Es herrscht Ausnahmezustand . Der Grund: Eine Explosion , die insgesamt 270 verletzte Personen forderte. Glücklicherweise handelte es sich hierbei aber nicht um einen Ernstfall , sondern um eine Katastrophenübung – und zwar die bisher größte in der Geschichte des AKHs , wie die Sprecherin im Gespräch mit dem KURIER erklärt. Es sei um die Frage gegangen, wie belastbar das Krankenhaus im Ernstfall wirklich sei und wo Verbesserungspotenzial bestehe. Ablauf der Übung Um das herauszufinden, wurden über 200 Statistinnen und Statisten engagiert. Gemeinsam mit Simulationspuppen sollten sie die Verletzten darstellen. Über der Hälfte dieser vermeintlich Verletzten wurde aufgetragen, das Krankenhaus eigenständig aufzusuchen und ihre Verletzungen lautstark zu beklagen. Damit sollte ein möglichst realistisches Chaos-Szenario dargestellt werden. Behandelt wurden die „Verletzten“ unter anderem mit unechten Blutkonserven , anschließend wurden sie auf verschiedene Stationen des AKHs verteilt. Die Intensivstation musste sich mit insgesamt 18 lebensgefährlich verletzen Personen auseinandersetzen. Ebenfalls simuliert wurde die psychologische Betreuung von 31 Angehörigen. Normaler Betrieb durch gute Zusammenarbeit Auch echte Notfälle kamen an diesem Tag aber nicht zu kurz: Für sie wurde ein eigener Triage-Punkt in der Notfallaufnahme eingerichtet. Alle Patienten konnten in Zusammenarbeit mit den anderen Kliniken „zu jeder Zeit versorgt werden“ , wird berichtet. Am Probeeinsatz beteiligt waren das Rote Kreuz , die Polizei und die Feuerwehrwache des AKHs. Von der Übung betroffen waren Bereiche der Unfallchirugie , der Notfallmedizin , der Anästhesie , der Orthopädie , der Allgemeinchirurgie und der Radiologie . Sinn und Zweck Die Simulation wurde „gezielt herausfordernd und mit einem schwer bewältigbarem Aufkommen an Patienten gewählt“, heißt es. Im Nachgang werde die Übung analysiert, um Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen und im Ernstfall entsprechend vorbereitet zu sein. Die Übungsleitung habe sich mit dem Ablauf der Übung „sehr zufrieden“ gezeigt, heißt es von der AKH-Sprecherin.

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