KURIER
Der Italiener Kimi Antonelli hat den Formel-1-Grand-Prix von Japan gewonnen und ist damit zum jüngsten WM-Führenden der WM-Geschichte aufgestiegen. Der Mercedes-Pilot legte nach seinem Premieren-Triumph zwei Wochen davor in Shanghai am Sonntag in Suzuka nach, profitierte von der Pole Position aus gestartet aber auch vom Rennverlauf. Der Australier Oscar Piastri sorgte als Zweiter für ein kräftiges McLaren-Lebenszeichen, Charles Leclerc im Ferrari landete auf Rang drei. Die Schlüsselszene des Rennens war ein Unfall von Haas-Piloten Oliver Bearman in der 22. Runde. Die darauffolgende fünf Runden lange Safety-Car-Phase nutzte neben den Ex-Weltmeistern Lewis Hamilton und Max Verstappen auch Antonelli zum Reifenwechsel. Der 19-Jährige war unmittelbar vor dem Crash erstmals nach dem Start in Führung gelegen, nachdem Russell zum Reifenwechsel an die Box gefahren war - eine Runde zu früh, wie sich herausgestellt hat. Doch den Unfall Bearmans und die folgende neutrale Phase konnte niemand vorausahnen. Als das Rennen in der 27. Runde wieder freigegeben wurde, bestimmte Antonelli das Tempo an der Spitze und gab die Führungsposition bis zur 53. und letzten Runde nicht mehr ab. Russell wurde recht schnell nach dem Re-Start von Hamilton auf Rang vier verdrängt, fiel gar auf Position fünf zurück und verpasste letztlich das Podest. Piastri hingegen holte bei seiner ersten Zielankunft in einem WM-Rennen in diesem Jahr gleich dicke Punkte. Teamkollege und Weltmeister Lando Norris wurde hinter Russell und vor Hamilton Fünfter. Start weiter die Schwachstelle von Mercedes Piastri hatte von Startplatz drei aus den wegen eines Unfalls in einem Rahmenrennen um zehn Minuten verschobenen Start am besten erwischt, ging wie Leclerc fast mühelos an den beiden Mercedes vorbei. Beim Rennstall von Teamchef Toto Wolff zeigte sich erneut, dass der Start die größte Schwäche ist. Antonelli wurde gar von ganz vorne binnen weniger Meter auf Platz sechs zurückgespult. Russell war hinter Piastri, Leclerc und Norris Vierter, Hamilton Fünfter. Der von Platz elf gestartete Max Verstappen blieb das gesamte Rennen hinter den Top sechs, wurde letztlich Achter. Was sich im zweiten von den McLaren dominierten Freitag-Training angekündigt hatte, bestätigte sich im dritten WM-Lauf im Jahr der Regel-Revolution. Waren in Australien und China die Mercedes klar überlegen gewesen, hielten sich Mercedes, McLaren und Ferrari nun auf viel ähnlicherem Niveau auf. Das auch, da in Suzuka mit den neuen Wagen mehr und öfter überholt wurde als früher auf diesem Kurs. So konterte Piastri Russell postwendend, als dieser in Runde acht erstmals in Führung gegangen war. Nur Antonelli war für den Australier an diesem Tag zu schnell.
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