KURIER
Es passt einfach alles zusammen. Als hätte Österreich auf diesen Moment gewartet, in Linz war es jedenfalls tatsächlich so: Lilli Tagger , Österreichs große Zukunftshoffnung gewann als erste Österreicherin seit 13 Jahren ein Match im Hauptbewerb des Linzer Traditionsturniers. Und wie die erst 18-Jährige gewonnen hat. Tagger ließ der Spanierin Paula Badosa , die vor vier Jahren die Nummer zwei der Welt war, beim 6:4-7:6(5)-Sieg kaum Chancen. Die Spanierin, die nach Verletzungen und Formkrisen aus den Top 100 fiel, wirkte ratlos, Tagger brillierte mit einem starken Aufschlag, einer famosen Vorhand und ihrer (auch im Frauen-Tennis mittlerweile seltenen) Rückhand. Nur zu Beginn und gegen Ende der Partie mischten sich Fehler ins Spiel der Linz-Debütantin. Aber auch da war bereits zu sehen, was ihn ihr steckt. Für Turnierbotschafterin Barbara Schett ist Taggers Aufstieg nur eine Frage der Zeit. „Als ich sie im Vorjahr in Paris das erste Mal spielen gesehen habe, wusste ich, die wird es schaffen.“ Auch weil das Set-up passt. „Sie setzt sich wie kaum eine andere mit ihren Stärken und Schwächen auseinander.“ Nur eine kleine Schwäche ortet Schett. „Sie hat noch ein bisserl das österreichische Kastldenken. Aber das wird ihr ihre Trainerin Francesca Schiavone auch noch austreiben.“ Dass sie von ihrem Team abgeschirmt wird, versteht die Tirolerin. „Bei uns gab es ja noch keine Soziale Medien. Heute werden die Spieler auch überall überwacht, selbst Carlos Alcaraz kritisierte, dass überall Kameras stehen.“ Ob sie ihre rot-weiß-rote Bestmarke (Nummer sieben der Welt) knacken kann. „Sie ist wie ich eine Tirolerin. Das würde mich sehr freuen.“ Kraus ausgeschieden Ausgeschieden ist Sinja Kraus , die der Rumänin Sorana Cirstea an deren 36. Geburtstag 3:6, 3:6 unterlag. „Das war heute nicht so ganz mein Tag“, sagt die 23-Jährige.
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