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Mord zum Wohlfühlen: Der „Tatort“ und das gute Gewissen des deutschen Publikums | Collector
Mord zum Wohlfühlen: Der „Tatort“ und das gute Gewissen des deutschen Publikums
der Freitag

Mord zum Wohlfühlen: Der „Tatort“ und das gute Gewissen des deutschen Publikums

Viele lieben den Sonntagskrimi, andere können ihn nicht mehr sehen. Dabei ist nicht das Genre das Problem, sondern seine Dominanz im TV-Programm. Wenn die Täter immer die anderen sind, bleibt für uns nur die bequeme Rolle der Unschuld Am Anfang steht – der Mord. So besagt es das deutsche TV-Evangelium. Das deutsche Fernsehen kennt jedenfalls kaum eine (Neu-)Schöpfung, die ohne das Verbrechen auskommt. Formate wie der Tatort oder Polizeiruf 110 folgen dabei einer immer gleichen Formel: Auf das Verbrechen folgen Ermittlungen, verschiedene Verdächtigungen, vielleicht falsche Fährten. Am Ende aber steht die beruhigende Rückversicherung, dass die Ordnung wiederhergestellt ist. Man kann diese Konstanz unterschiedlich lesen und bewerten, etwa als Ausdruck einer eigentümlichen Faszination für die Staatsgewalt, wie Carlos Hanke Barajas kürzlich im Freitag schrieb und die Abschaffung des Tatort forderte. Man kann darin aber auch eine Art „Lagerfeuer-Moment der Nation“ erkennen, Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .

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