WOZ
Nachhaltige Landwirtschaft «Pestizide: Doch Rösti fährt unbeirrt weiter», WOZ Nr. 12/26 Unter dem Diktat des unredlichen Herrn Rösti erlaubt der Bundesrat die erleichterte Genehmigung für hochgiftige Pestizide. Forschungsprogramme über die Auswirkungen kritischer Materialien in der Umwelt werden abgewürgt, nach dem Motto «Was die Öffentlichkeit nicht weiss, macht sie nicht heiss». Die Versprechen vor der Abstimmung über die Trinkwasser- und Pestizid-Initiativen zur Reduktion des Pestizideinsatzes waren wohl auch eher Versprecher. Die im Artikel vorgeschlagenen Alternativmassnahmen wegen der «krassen Ausfälle» sind erstens seit langem schon Ziele verschiedener Ökoprogramme für das Agrarbusiness. Allerdings stehen sie zweitens in direkter Konkurrenz zur allgemeinen Wachstumsprogrammatik und zeigen deshalb auch nur wenig Wirkung. Auch den Arbeitenden in diesem Misswirtschaftssektor hilft das nicht gegen die höchste Selbstmordrate aller Berufsgruppen und gegen eine hohe Krankheitsbetroffenheit und vor allem auch nicht gegen die aktuelle Abhängigkeit von den Agrarkonzernen und den Grossverteilern. Drittens sind deshalb grundsätzliche Änderungen hin zu einer nachhaltigen Landwirtschaft, die diese Bezeichnung auch verdient, vonnöten: Abkehr vom Wachstumsmythos und von Monokulturen, Integration der Menschen in die Produktion, Einbindung der Konsumenten in die Landnutzung, Einsatz moderner Methoden wie Permakultur, Agroforst, Biolandbau u. Ä. und ein massiver Ausbau der artgerechten Tierhaltung und der Tierrechte. Neue Bäuerinnen braucht das Land statt Lobbyvertreter wie Rösti und Parmelin! Uwe Scheibler, Wetzikon Sehr schade «Die neue WOZ (3): Auf Wiedersehen und Willkommen!», WOZ Nr. 13/26 Liebes WOZ-Team, natürlich muss hin und wieder ausgemistet werden, aber dass ihr Ruedi Widmer und Stefan Gärtner rausschmeisst, ist sehr schade. Ich glaube, es wird für die Neuen sehr schwer, ihnen das Wasser zu reichen. Philipp Horn, per E-Mail Irritiert «Auf allen Kanälen: Verrat oder Heldentat?», WOZ Nr. 13/26 Den Film «Mr Nobody against Putin» habe ich vor ein paar Wochen auf Arte gesehen. Mich irritiert die Besprechung in der WOZ. Spitzfindig wird allerlei kritisiert und vom eigentlichen Skandal abgelenkt: In Putins Russland wird die Schule missbraucht, um die neoimperiale Ideologie zu verbreiten. Ich war in Bern vierzig Jahre im Schuldienst. Die Vorstellung, dass in unseren Schulen die Fahne aufgezogen wird in Gegenwart der Schüler:innen und Lehrpersonen, dass Kinder im Stechschritt paradieren müssen und Lehrer:innen staatliche Communiqués vorzulesen gezwungen werden, ist widerlich. Ausserdem die Bemerkung zu Beria, der nicht Erfinder des Gulag war: Der sowjetische Geheimdienstchef hat Hunderttausende Menschen in den Gulag geschickt, wo sie Verderben und Tod erleiden mussten. Davon steht nichts im Text. Ich empfehle den Leser:innen der WOZ: Schaut euch diesen Film unvoreingenommen an! Regula Keller, Bern
Go to News Site