KURIER
Wie erwartet, bremsen der Iran-Krieg und die höheren Energiepreise Österreichs Wirtschaftswachstum. Das zeigt die aktuelle Konjunkturprognose von WIFO und IHS. Das wirkt sich auch negativ auf das Budget aus, weshalb der Sparbedarf der Bundesregierung für 2027 steigt. Das Finanzministerium schätzt diesen derzeit auf zwei Milliarden Euro. Es sei gute Tradition, dass das Budget in Österreich auf der WIFO-Prognose aufbaue, betont Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) in einem schriftlichen Statement: "Das heute vorgelegte Hauptszenario bedeutet ein etwas schwächeres Wirtschaftswachstum und eine etwas höhere Inflation für das heurige Jahr als bisher vorhergesehen. Das zehrt den durch den strengen Budgetvollzug 2025 geschaffenen Polster auf." Dennoch spreche weiterhin "viel dafür" das für 2027 und 2028 vorgesehene Doppelbudget "wie geplant durchzuführen", so der Minister – um Wirtschaft wie Haushalten Stabilität sowie Orientierung zu geben. Den Sanierungskurs und die Budgetziele wolle man beibehalten, sagt Marterbauer. "Wenn sich die Szenarien ändern, weil wir nicht wissen, welche Herausforderungen die Energiekrise und der Iran-Krieg noch bringen, werden wir flexibel darauf reagieren. Das ist pragmatische, faktenbasierte Politik."
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