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"Crooks" Staffel 2 auf Netflix: Tot geglaubte Gangster leben am längsten | Collector
KURIER

"Crooks" Staffel 2 auf Netflix: Tot geglaubte Gangster leben am längsten

Mit der actionreichen Crime-erie „Crooks“ ist Marvin Kren im Frühjahr 2024 ein Überraschungshit gelungen. Laut Netflix hielt sich die deutsche Produktion mit starkem Wiener Zungenschlag vier Wochen in den weltweiten Top 10 der nicht-englischsprachigen Serien. In Woche zwei kletterte die Serie auf Platz zwei aller Netflix-Serien. Dennoch war eine Fortsetzung nicht sofort fix, erinnert sich Showrunner Marvin Kren: „Die Serie hat ihren Anlauf gebraucht. Wir hatten aber schon eine fertiggeschriebene Staffel. Dadurch, dass das Projekt kurz auf Eis gelegen ist, haben wir uns alles noch einmal angeschaut. Wir sagten, wir verlassen uns auf das, was wir wirklich gut können: Den österreichischen Humor, konzentrieren uns auf weniger Figuren und sechs Folgen. Daher haben wir die zweite Staffel noch einmal neu geschrieben.“ Entdeckungen in Thailand Gesetzt war aber Thailand als neuer Schauplatz: „Wir wollten an einen Ort gehen, der sich neu anfühlt und womit trotzdem viele Leute eine Verbindung haben. Jeder kennt die sagenumwobenen Nächte von Bangkok. Für mich war es reizvoll, mich mit dieser dunklen Welt auseinanderzusetzen.“ Fünf Monate habe er zur Vorbereitung mit seiner Familie in Thailand verbracht. Beim Dreh war die hohe Luftfeuchtigkeit eine Herausforderung, weswegen den europäischen Schauspielern mehr Zeit zum Akklimatisieren gegeben wurde. Bei den thailändischen Schauspielern gibt es mehrere Neuentdeckungen. D Gerrard spielt einen der Bösewichte (siehe unten), er ist ein thailändischer Popstar. Sein verführerisches Geschwisterkind spielt das Transgender-Model Mimi Tao ( siehe diese Story ). „Damit hatten wir gleich zwei tolle, schillernde Figuren, die außerhalb des klassischen Thai-Actor-Spektrums sind und gleichzeitig Bangkoks Essenz rübergebracht haben.“ Tuk-Tuk und Kampfkunst Auch der Tuk-Tuk-Fahrer „Big F“ ist eine Entdeckung. Ein persönlicher Assistent, Eddie, hat Piyaphong Dammunee auf einer Busfahrt durch Thailand gesehen. Er zeigte Kren den Instagram-Account des Jungschauspielers. „Ein liebenswürdiger Kerl, der vielleicht eine große Karriere vor sich hat“, sagt Kren. Das Thema Kampfkunst kommt in den Bangkok-Szenen stark zum Tragen. Kren: „In der ersten Staffel war es eher eine Seite von Joseph, weil er ein guter Kämpfer ist. Dadurch habe ich so richtig meine Freude daran entdeckt. In Bangkok gibt es eine große Zahl an Stuntleuten, die gut kämpfen können, daher bin ich da voll eingetaucht.“ Die Kampfchoreografien im Muay-Thai-Klub wurden mit 200 volltätowierten Komparsen mit zweifelhaftem Hintergrund gedreht. „Wir hatten mega Respekt“, sagt Kren, „aber es war das liebevollste Umgehen miteinander und in keiner Weise gefährlich.“ Gefährlich wird aber, was sich derweil in Österreich zusammenbraut. Der Nachfolger des „Roten“ (in Staffel 1 vom später verstorbenen Karl Welunschek verkörpert), möchte Charlies Liebste als Geisel nehmen. Gangster im Alt Wien Die Fäden zieht der von Martin Zauner gespielte Gangster im Kaffee Alt Wien. Kren ist es sehr wichtig, „Orte zu finden, zu denen ich einen Bezug habe. Das Alt Wien hat meinem Onkel gehört. Meine Oma hat das beste Gulasch der Stadt gekocht. Nach der Schule habe ich dort Comics gezeichnet und Leute beobachtet. Einmal ist da Udo Proksch gesessen und mir kam vor, dass er eine Pistole in einem Holster trug. Die hat er mir dann zum Spielen gegeben. Als ich sie der Oma gezeigt habe, hat sie ihn rausgeschmissen.“ Heute zeichnet Kren die Gauner mit dem Stift des Filmregisseurs. Und die müssen sich in die Berge Sportgasteins begeben. „Das Nightlife von Bangkok mit der archaischen Bergwelt zu verbinden, war ein großer Wunsch von mir. Aber das Grande Finale ist in Wien.“ Ein Finale für immer? „Ich sage niemals nie. Schauen wir mal. Wenn es wieder gut angenommen wird, gibt’s genug Geschichten und man findet sicher auch besondere Orte, wo man die Helden wieder zusammenführt.“

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