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Das Phänomen geht einher mit einer zunehmenden Psychologisierung der Gesellschaft. ADHS, Autismus, Depression oder Trauma sind in den täglichen Sprachgebrauch eingegangen, auch ohne dass schwerere psychiatrische Diagnosen dahinterstehen. Was das für eine Gesellschaft und für jeden Einzelnen bedeutet, damit beschäftigt sich die Philosophin Maria-Sibylla Lotter. Bei Hanser ist jetzt ihr neuestes Buch erschienen: „Opfer. Über Verwundbarkeit als Selbstbild“. Im Gespräch mit Verena Gonsch erläutert die Professorin für Ethik und Ästhetik an der Ruhr-Universität Bochum, welche Vorteile die Selbststilisierung zum Opfer heutzutage mit sich bringen kann und warum sich tatsächlich Betroffene dadurch entwertet fühlen.
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