der Freitag
Denis Scheck verreißt, Sticker verkaufen: Die Debatte um Sexismus in seiner Sendung „Druckfrisch“ lenkt ab vom Wesentlichen: Literaturkritik und ihr kommerzielles Pendant, der Bestseller-Aufkleber, dienen beide dem großen Geschäft „Dieses Buch ist der Kracher! Wirklich fabelhaft, geradezu grandios.“ Oder, in Anlehnung an die legendäre Band Knorkator gesprochen: „Es ist das meiste Buch der Welt!“ Um welches Buch es geht, ist eigentlich egal. Superlativ ist schließlich Superlativ. Das zeigt die Realität der sogenannten „ Blurbs “. Sie wissen schon, das sind Preisungen und Lobeshymnen auf dem Cover eines Buches, die zum Kauf animieren sollen. Damit das Lobpreis von Gewicht ist, muss der Preisende selbst ein Star des Genres sein – sein Wort ist von Gewicht. Anders als die Kritik, die (idealerweise) entlang ästhetischer Kriterien urteilt, vermittelt der empfehlende Autor ein Geschmacksurteil, das potenzielle Leser in eine Gemeinschaft der Aficionados verwandelt. W Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
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