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40 Jahre nach GAU: Wer hat die Katastrophe von Tschernobyl zugelassen? | Collector
40 Jahre nach GAU: Wer hat die Katastrophe von Tschernobyl zugelassen?
der Freitag

40 Jahre nach GAU: Wer hat die Katastrophe von Tschernobyl zugelassen?

Ein Jahrzehnt vor der Explosion waren die Mängel am Reaktor bekannt. Doch der sowjetische Erfolgsdruck und die Schweigekultur ließen keine Zweifel zu. Eine Aufarbeitung Aufbrechen. Anders denken. Der neue sowjetische Parteichef Michail Gorbatschow dringt ab Mitte der 1980er Jahre auf Ehrlichkeit. Er mahnt die Delegierten des KPdSU-Parteitags im Februar 1986: „Die Kommunisten brauchen immer und unter allen Umständen die Wahrheit.“ Schönfärben und Verschweigen schade, warnt er, „der Autorität der Parteipolitik und kann daher in keiner Form geduldet werden“. Freie Rede? Die Menschen im Vielvölkerstaat haben zu schweigen gelernt. Es ist ihnen mehr als ein lang vertrauter Mantel, in den man sich hüllt, wenn man das Haus verlässt. Schweigen hieß unter Stalin, zu überleben, vielleicht. So wurde es ihnen zur zweiten Natur. Denn das will man doch, leben. Oder? Als nach Stalins Tod Nikita Chruscht Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .

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