der Freitag
Thierry Klifa versucht in „Die reichste Frau der Welt“ den Skandal um die L’Oréal-Erbin Liliane Bettencourt als Farce zu adaptieren. Doch Isabelle Huppert in der Titelrolle macht im Duo mit Laurent Lafitte als Erbschleicher mehr daraus Wer zu Beginn dieses Jahrtausends aufmerksam die Presse dies- und jenseits des Rheins verfolgte, dem wurde klar, dass die Affäre um Liliane Bettencourt gleichermaßen das Zeug zur Farce wie zur Tragödie hatte. Wahn und Macht spielten eine kapitale Rolle. Die Erbin des L’Oréal-Konzerns machte dem mondänen Fotografen, verkrachten Schriftsteller und hauptberuflichen Dandy Jean-Marie Barnier im Verlauf zweier turbulenter Jahrzehnte Geschenke im Wert von rund einer Milliarde Euro. Die Vormundschaftsklage der Familie setzte dem Spuk ein spätes Ende. Wie die Großbourgeoisie ihrem eigenen Niedergang zuschaute, wäre ein gefundenes Fressen für Claude Chabrol gewesen. Der vergnügte Spötter hätte daraus zweifellos eine dramatische Kom Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag .
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