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Demo gegen Gesundheitsreform:
KURIER

Demo gegen Gesundheitsreform: "Für unsere Region ist das der Tod"

"I’m on a Highway to Hell" schallt es um 9.20 Uhr von der überdachten Ladefläche eines Kastenwagens durch die St. Pöltner Innenstadt . Zum Demonstrationswagen umfunktioniert, steht das Fahrzeug an der Spitze eines Menschenzugs, der sich nach und nach am Ende der Kremser Gasse formiert. Vom Bahnhof kommend schließen sich immer mehr Protestierende der wartenden Traube an – mit Schildern, Bannern oder schlichten Aufklebern, um auf ihre Sache aufmerksam zu machen. Es ist die Unzufriedenheit mit dem " Gesundheitsplan 2040+ ", die Hunderte Menschen am Donnerstagvormittag in die Fußgängerzone geführt hat. Mehrere Bürgerinitiativen riefen zum Protest, darunter der Verein "LK Gmünd bleibt" , die Initiative " Unser Notarzt bleibt " und die " Interessengemeinschaft pro Schwerpunktkrankenhaus Mistelbach ". Ihre Forderungen sind klar und seit einigen Monaten bekannt: Das Krankenhaus in Gmünd erhalten, die Schließung mehrerer Notarztstützpunkte verhindern und das Schwerpunktspital Mistelbach in seiner derzeitigen Form bewahren. Zeichen setzen "Wir sind zwar weniger Leute da oben, aber wir brauchen auch eine adäquate Versorgung", findet Sabine Macho aus Gmünd. Eine Meinung, die auch Gudrun Polt teilt. Sie trägt ein graues T-Shirt mit der Aufschrift "LK Gmünd bleibt" und ein handgeschriebenes Schild mit Zahlen rund um das Spital. Eine Schließung würde aus Sicht der Gmünderin einen Qualitätsverlust für die Region und die Gesundheitsversorgung bedeuten. Um ein Zeichen zu setzen, sind Michael Haneder und Thomas Gattringer angereist. Die beiden halten ein Banner mit der Aufschrift "Zeit rettet Leben, Notarzt als Grundrecht" über ihren Köpfen und sitzen im Gemeinderat von Waidhofen an der Ybbs . Mit ihnen seien rund 150 Personen angereist, um sich für den Erhalt des Notarztes einzusetzen. Die derzeitigen Pläne der Landesregierung bezeichnen sie als "grob fahrlässig und unverantwortlich" für die Zukunft der Region. Nicht schweigen Bevor sich die Gruppe auf den Weg in Richtung Regierungsviertel macht, werden einige Reden abgehalten. Es wird gepfiffen, geklatscht, gerufen. "Wenn man nicht die Meinung kundtut und sagt, dass einen etwas stört, dann merkt es ja keiner", sagt eine Frau aus dem Weinviertel etwas abseits des Geschehens, in ihren Händen ein Pappkarton mit der Aufschrift " R.I.P. Hollabrunn ". Auch ihre Begleitung will "nicht stillschweigend hinnehmen", was seitens des Landes entschieden wurde: "Für unsere Region ist es der Tod."

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